Winter in der Donaumonarchie

Die Schweizer Autorin Ursula Pecinska nimmt, mehr als siebzig Jahre nach seinem Erscheinen, den weltberühmten Roman «Die Glut» des Ungarn Sandor Marai als Echoraum für ihr eigenes Buch «Hallgatas. Das Tagebuch der Krisztina». Damit gelingt es der Autorin nicht nur die Zeit der Donaumonarchie wieder zum Leben zu erwecken, sondern auch das berühmte Original von Sandor Marai. 1999 ist sein Roman unter dem Titel «Die Glut» in einer Neuübersetzung von Christina Viragh beim Piper Verlag erschienen.

Beiträge

  • «Hallgatas» - das Schweigen

    «Hallgatas. Das Tagebuch der Krisztina» heisst Ursula Pecinskas neues Buch. Darin geht es um die eindrückliche Stimme einer jungen Frau, die von ihrem Mann im Winter 1899 wegen eines falschen Verdachts auf Ehebruch mit Schweigen bestraft und verlassen wird.

    Wie sie sich nun wieder in ihr Leben zurückfindet und was das Leben alles noch für sie bereithält? Das imaginiert Ursula Pecinska in ihrer eindrücklichen Kulturgeschichte in Form des gelben samtigen Tagebuchs, das am Ende des Romans «Die Glut» bei Sandor Marai ungelesen in ein Chemineefeuer geworfen wird.

    Buchhinweis: Ursula Pecinska. Hallgatas. Bilger, 2015.

    Annette König

  • «Die Glut» von Sandor Marai

    Was diesen Roman so berühmt gemacht hat, dass er heute wie vor 70 Jahren seine Leserinnen und Leser zu begeistern vermag? Das liegt eindeutig an seinem Unterhaltungswert, an seiner Leidenschaft, an der tragischen Geschichte einer Freundschaft, einer Liebe und eines unerklärlichen Verrats.

    Henrik ist mittlerweile 75 Jahre alt. Er erwartet Besuch von seinem früheren Freund Konrad. Exakt heute vor 41 Jahren und 43 Tagen hat sich der tragische Vorfall im Wald auf der Jagd ereignet. Warum Konrad damals auf ihn schiessen wollte? Henrik will heute die Wahrheit wissen.

    Buchhinweis: Sandor Marai. Die Glut. Piper, 1999.

    Annette König

  • «Ich wollte einfach wissen…

    was im Tagebuch der Krisztina tatsächlich gestanden ist!» Die Schweizer Autorin Ursula Pecinska war so vom Ausgang des Romans «Die Glut» von Sandor Marai fasziniert, dass sie ihre eigene Version der Geschichte aufschreiben musste. Und daraus ist ein Tagebuch entstanden.

    Das Tagebuch jener jungen Frau, das im Roman «Die Glut» von Sandor Marai ungelesen ins Chemineefeuer geworfen wird.

    Annette König