Busen-Wunder

Busen-Wunder

Kristen Vermilyea hat riesige Brüste. Sie ziehen bewundernde, ungläubige und anerkennende Blicke auf sich. Ebenso aber hört Kristen anzügliche und beleidigende Bemerkungen. Weil sie unter Rückenschmerzen und konstanten Kopfschmerzen leidet, entschliesst sich Kristen zu einer Brustverkleinerung.

Unsere Körper sind Schlachtfelder der Darstellung geworden. Medien, Mode und Misogynie setzen besonders für Frauen fixe Schönheitsstandards fest. Je weiter diese sich von der Realität wegentwickeln, desto unglücklicher werden wir alle, Frauen wie Männer. Wir rennen im Hamsterrad der Selbstverbesserung und benutzen alle Mittel, um besser zu sein und besser auszusehen und rennen gleichzeitig gegen die Zeit selber.
Der Preis ist hoch und die Resultate sind bloss eine Illusion. Wir können eigentlich alle nur verlieren. Warum ist das so? War es schon immer wie heute, oder sind wir mehr durch die Bilderflut, die uns täglich umgibt, gesteuert? Können wir der Ideologie der Standardschönheit entkommen? «Busen-Wunder» geht der provokativen Untersuchung dieser Frage nach.
Eine Dokumentation über die Filmemacherin Kristen Vermilyea und über alle anderen. Es geht um ihren Körper - und besonders um ihre Brüste - und um die Gesellschaft. Es geht um das Gewicht ihrer Brüste und das Gewicht der Bilder, das auf unserem Selbstwertgefühl lastet. Es geht um uns.
Während sie mich fragt, was mir ihre grossen Brüste eigentlich bedeuten, und warum sie anscheinend für viele Leute so wichtig sind, nimmt sie mich mit auf eine Reise von der Schweiz in die USA, um zu verstehen, welchen Platz Kristen in der Welt hatte, bevor ihre Brüste «abgeschnitten» werden.