Das Schweigen der Männer

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Eine Roadmovie-Komödie in der Polo Hofer und Max Rüdlinger durch die halbe Welt wandern und reden und reden. In den tiefschürfenden Gesprächen geht es um Berge, Weisswein, Wurstsalat und immer wieder um Sex. Einig sind sich die beiden selten, einzig in ihrer Trostlosigkeit sind sie sich nahe.

Polo und Max, zwei urchige Schweizer, gehen auf Wanderschaft. Sie starten im Berner Oberland und kommen bis nach Ägypten. Geschwiegen wird entgegen dem Titel jedoch nicht. Zänkereien und Gejammer wechseln sich ab mit lustvollem Fantasieren und liebevollen Wortspielen.

In tiefschürfenden Gesprächen geht es um Cervelats und Weisswein, die Schweiz und Schwedinnen (beide schön, aber langweilig) über das Berühmtsein und das Älterwerden. Selbst vor der wunderbaren Kulisse der Pyramiden von Giseh lassen sich die beiden Protagonisten nicht von urschweizerischen Problemen ablenken. In welcher Berner Beiz gibt es wohl den besten Wurstsalat? Dem Kamel, auf dem sie diesen Streit reitend austragen, ist dies egal.

Clemens Klopfenstein, der Freigeist unter den Schweizer Regisseuren, hat diesen Film meist mit der Handkamera gedreht. Die Verzweiflung, über das traurige Leben, welche Max und Polo ausstrahlen wird so, leicht wackelnd und unzufrieden, von der Kamera aufgenommen und macht den Film umso authentischer.

SRF zeigt den eigenwilligen Film von Clemens Klopfenstein aus dem Jahre 1997 im Rahmen einer Reihe mit ausgewählten Schweizer Spiel- und Dokumentarfilmen zur 50. Ausgabe der Solothurner Filmtage.