Day is done – eine fiktive Autobiografie von Thomas Imbach

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Ein Stück Zeitgeschichte auf engstem Raum. Der Mann hinter der Kamera steht am Fenster seines Ateliers. Er filmt bei Tag und bei Nacht, bei Regen und Schnee. Auf seinem Anrufbeantworter hören wir Mitteilungen. Die Jahre vergehen. Langsam wird die Stadtlandschaft zur inneren Landschaft des Mannes.

Der Protagonist ist nie zu sehen, bewegt sich scheinbar nicht vom Fleck. Wird aber plastisch durch die Stimmen die sich an ihn wenden. Freundschaftlich, aufklärend, fordernd, je nach Anliegen.  Anspruchslos nimmt der Anrufbeantworter alles entgegen. Die Freundin wird zur Ex. Die Eltern vereisen, werden krank. Die aktuelle Liebste verstummt, irgendwann. Der kleine Sohn der am Ende nicht mehr so klein ist. Sie alle hinterliessen Nachrichten alltäglich oft, manchmal aber auch weltbewegend.

Der Blick aus dem Atelier Fenster des Protagonisten im Zürcher Kreis 4 prägen die Bilder des Films. Majestätisch ragt der rauchende Schlot der Kehrichtverbrennung in den Himmel. Züge rattern über die Brücke. Langsam wachsen Prime Tower und Mobimo Tower. Der öffentliche Raum verändert sich. Der todgeweihte Güterbahnhof direkt unter dem Fenster lebt, ist eine Plattform für kuriose Beobachtungen. Die Jahre vergehen und der Mann hinter der Kamera wird immer realer.