Virgin Tales - unbefleckt in die Ehe

Dokumentarfilmsommer 2013

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Enthaltsam bis der Traumprinz vor der Türe steht. Im konservativen Amerika gilt die Jungfräulichkeit immer mehr als Voraussetzung für eine glückliche Ehe. Klug und kraftvoll inszeniert, öffnet Mirjam von Arx mit ihrem Dokumentarfilm die Tür zu einer faszinierenden, aber auch irritierenden Welt.

Keuschheit als Gegenbewegung zur sündhaften, modernen Kultur. In den USA gelobt bereits jedes achte Mädchen, unbefleckt in die Ehe einzutreten. Im Bestreben nach Reinheit von Körper und Geist gehen die sieben Kinder der Familie Wilson noch einen Schritt weiter: Geküsst wird erst vor dem Traualtar.

Die Filmemacherin Mirjam von Arx hat die Wilsons während zweier Jahre begleitet. Die Wilsons sind die Begründer der sogenannten Purity Balls, bei denen Töchter (manche nicht älter als vier Jahre!) im Abendkleid von ihren Vätern begleitet werden und gemeinsam ein Gelübde ablegen, alles zu tun, damit das Mädchen keusch bis in die Ehe bleibt.

Abgeschottet von der Aussenwelt vertreten die Wilson-Töchter die Mission ihrer Eltern. Kontakte gibt es nur unter Gleichgesinnten. Die Kinder werden von der Mutter zu Hause unterrichtet. Gegenseitig bestärken sie sich darin, dass ihre Lebensform die einzig wahre sei. Mutter Lisa vergleicht «die Welt da draussen» mit einem Tsunami, der für Mädchen geradezu lebensgefährlich sei. Es gilt den Nachwuchs vor dem «Feind Sex» zu beschützen.