Electroboy

Dokumentarfilmsommer 2015

Video «Electroboy» abspielen
Video nicht mehr verfügbar

You can get it if you really want. Wenn dieser Satz auf jemanden zutrifft, dann auf Florian Burkhardt. Er hat fast alles erreicht, was er wollte. Nur nicht das, was ihm am Wichtigsten war: Sich selbst zu entkommen.

Florian Burkard hatte grosse Pläne für sein Leben. Aus einer überbehüteten Kindheit in der Innerschweiz zog er mit hohen Zielen in die Welt. «Hollywood. Klar, da gehe ich hin!» dachte er und tat’s. Zum Filmstar hat es dann doch nicht ganz gereicht, dafür wurde er als Model entdeckt. Bald lief er über die internationalen Laufstege und avancierte zum Topmodel. Der Liebe wegen brach er seine Karriere ab und reüssierte als Webdesigner. Lange vor Youtube stellte er bewegte Bilder ins Netz. Als Organisator legendären multimedialer Partys unter dem Pseudonym «Electroboy» wurde er zur Kultfigur.

Doch ein schicksalhaftes Ereignis aus der Vergangenheit holt ihn ein. Von einem Tag auf den Anderen verschwindet er mit 32 Jahren aus der Öffentlichkeit. Panikattacken schränken seinen Bewegungsradius drastisch ein. Seine Phobien können nur mit Medikamenten in Schach gehalten werden.

Der preisgekrönte Film von Regisseur Marcel Gisler ist ein feinfühliges Porträt eines Menschen, dessen rastlose Suche nach Lieber und Ruhm unter die Haut geht. Wie der Regisseur langsam hinter die glänzende Fassade von Florian Burkhard schaut, seine Familiengeschichte durchleuchtet und so Auslöser für Erfolg und Absturz von Florian findet, ist erschreckend und grandios.

Artikel zum Thema