Karambolage - die Welt des Arnold Odermatt

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Der Dorfpolizist Arnold Odermatt wurde an der Biennale 2001 sozusagen über Nacht zum Star. Während 60 Jahren hatte er Verkehrsunfälle, seinen Polizeialltag, aber auch Szenen aus dem Privatleben fotografiert. Ein Film über den inzwischen 88jährigen Zeitzeugen von Gitta Gsell.

Kanton Nidwalden, Schweiz, 40er Jahre: Gerade mal 400 Automobile sind immatrikuliert und doch verzeichnet die kantonale Statistik am Ende des Jahres 9 Tote. Arnold Odermatt, Dorfpolizist in Stans, hält solche aber auch weniger dramatisch verlaufende "Karambolagen", sowie Szenen aus seinem Privatleben und seinem beruflichen Umfeld, während sechs Jahrzehnten mit seiner Fotokamera fest. Entstanden sind Bilder von betörender Intensität und höchster Ästhetik.

Verborgen in unzähligen Archivschachteln entdeckt Odermatts Sohn das Werk seines Vaters. Es entstehen Fotobücher, die in der Kunstwelt für Aufsehen sorgen und Arnold Odermatt zu einem ungeahnten Höhepunkt in seinem Leben verhelfen.

An der 49. Biennale 2001 in Venedig präsentiert der international bekannte Ausstellungsmacher Harald Szeemann das fotografische Werk des Nidwaldners. Aus einem bescheidenen Dorfpolizisten wird - praktisch über Nacht - ein Star der internationalen Fotokunst.

Die Filmerin Gitta Gsell erzählt, wie der Polizeifotograf Arnold Odermatt in späten Jahren unerwartet zu Weltruhm kam, und zeigt Bilder und Geschichten aus einer Schweiz, die es so nicht mehr gibt.