Looking Like My Mother

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Ohne Tabus erzählt Regisseurin von der Depression ihrer Mutter. Von ihrer Ohnmacht als Kind nichts ändern zu können und ihrer Wut als Teenager, der wenig Verständnis für die tückische Krankheit aufbrachte. Erst spät verstand sie, wie viel Mut die Mutter brauchte um einfach weiter zu atmen.

Was es heisst mit einer depressiven Mutter aufzuwachsen hat die Filmemacherin Dominique Margot selbst erlebt. Ohne Tabus erzählt sie von der Krankheit ihrer Mutter und den Auswirkungen auf die kleine Familie. Während der schlimmsten Phasen ihrer Depression verbrachte die Mutter manchmal Monate im abgedunkelten Schlafzimmer, war zu schwach zum Essen oder Sprechen und wandelte nur noch wie ein Geist durch den Gang der Wohnung. Auch war die Mutter überzeugt, dass die Nachbarn sie überwachen und beschatten. Es dauerte viele Jahre bis die Filmemacherin verstand, dass die Mutter krank war. Sie erzählt von ihrer Ohnmacht als Kind nichts an dem Zustand ändern zu können und von ihrer Wut als Teenager der zu wenig Verständnis für die tückische Krankheit aufbrachte. Erst spät verstand sie, wie viel Mut die Mutter brauchte um einfach weiter zu atmen.

In einer Mischung aus Spielszenen, privaten Videoaufnahmen sowie in Gesprächen mit Verwandten und Freunden nähert sich die Filmemacherin ihrer Mutter langsam an. Behutsam versucht sie Antworten zu finden, wie Mutter, die ja eigentlich eine behütete Kindheit in der Idylle des Berner Hinterlands hatte, so krank werden konnte. Entstanden ist ein vielschichtiges Portrait zweier starker Frauen.