Miles and War – Auf den Spuren des Friedens

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Sonst sind sie ein gut gehütetes Geheimnis, die Handlungsreisenden in Sachen Frieden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit versuchen sie an den Brennpunkten der Welt Frieden zu stiften. Anne Thoma scheute für ihren Film Miles & War kein Risiko und begleitet drei der Unterhändler auf ihren Missionen.

Die heutigen Kriege und Konflikte werden immer komplizierter und unüberschaubarer. Die Politik wendet sich deshalb an jene wenigen, die die Sprache verstehen, über Expertenwissen verfügen und Diskretion wahren können. An Fachleute, die aus dem „Frieden-Stiften“ ein neues, privates Geschäftsmodell entwickelt haben. Eine exklusive Gruppe internationaler Berater bereist im Auftrag internationaler Organisationen und in Sachen Frieden die Welt. Ihr Credo: „Wenn du den Krieg beenden willst, musst du mit den Kämpfern reden!“

Leichter gesagt als getan, wie Regisseurin Anne Thoma für ihren Film „Miles and War“ erfahren musste. Sie porträtiert drei der Unterhändler und ihre Arbeit, die in Hotellobbys, auf Business Class Flügen, im Busch oder in geheimen Konferenzräumen stattfindet. Da ist Dennis McNamara, der den Frontenverlauf in Darfur besser kennt als die Strassenbahnen an seinem Wohnort. Familienvater Martin Griffiths, der sich in Ghaddaffis Libyen aufreibt, um die Oppositionellen auf die Zeit nach dem Sturz des Diktators vorzubereiten. Oder David Gorman, dessen Missionen so geheim sind, dass jeder falsche Schritt tödlich sein kann.

Wir lernen die Motivationen der drei kennen, teilen ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, die Einsamkeit und die kurzen und seltenen Momente des Triumphs. Wir erhalten ungewohnte Einblicke in eine unbekannte Arbeit, am Rande der Kriegsschauplätze. Überraschende und faszinierende Momente zwischen Normalität und Kriegswahnsinn.