Neue Schweizer Kurzfilme

Neue Schweizer Kurzfilme

Der Kurzfilm ist nicht nur eine eigene Kunstform, sondern auch ein Experimentierfeld und eine Bewährungsprobe für junge Filmschaffende und etablierte Filmemacher. Zu den Kurzfilmtagen in Winterthur zeigt «CH:Filmszene» vier Kurzfilme die in Koproduktion mit SRF entstanden sind.

Beiträge

  • Selfies

    In einem Feuerwerk von digitalen Selbstporträts hat der Filmemacher Claudius Gentinetta hunderte von idyllischen, peinlichen und schrecklich verstörenden Selfies zu einer einzigartigen Komposition arrangiert. Die künstlerisch nachbearbeiteten Einzelbilder ziehen sich zusammen zu einem schauerlichen Grinsen, das den Abgrund menschlicher Existenz überstrahlt.

  • Facing Mecca

    Als eine syrische Flüchtlingsfrau stirbt, setzt Pensionär Roli gemeinsam mit dem Ehemann der Verstorbenen alles daran, sie nach muslimischem Ritus zu beerdigen. Sie stossen dabei auf viel Widerstand bei seiner Gemeinde. Mit Kreativität und Hartnäckigkeit finden sie eine Lösung. Der Kurzfilm von Jan-Eric Mack gewann mehrere renommierte Preise. Darunter den Best of Festival Award am Palm Springs International Shortfest, den Studentenoscar, sowie den Schweizer Filmpreis für den besten Kurzfilm. Zudem schaffte es «Facing Mecca» auf die Shortlist der Academy Awards.

  • Sono Pippa

    Ein ehemaliges Telenovela-Sternchen versucht sich mit Mitte 40 erneut als Schauspielerin. Dafür rennt sie von einem Casting zum nächsten und bekommt höchstens ein Rollenangebot als Mutter. Als sie nach Jahren ohne Kontakt auf ihre Tochter Luna trifft, wird diese Rolle jedoch schlagartig real. Die Regisseurin Yasmin Joerg lotet anhand der beiden Frauen aus unterschiedlichen Generationen aus, welche Rolle einer Frau in unserer Gesellschaft zusteht. Im Zentrum steht die Zerrissenheit einer Mutter zwischen den eigenen Wünschen und dem Zurückstecken zugunsten des eigenen Kindes.

  • Rewind Forward

    Fast sein ganzes Leben gelang es Justin Stoneham, vor seiner Geschichte zu fliehen. Doch als er nach dem Tod des Vaters eine Kiste mit VHS Kassetten findet, holt ihn die Vergangenheit ein. Auf den Videos sieht er seine Mutter erstmals jung und gesund. Justin versucht sich seiner Mutter anzunähern. Justin Stoneham hat seine Familiengeschichte in einem bewegenden Dokumentarfilm festgehalten und sich seiner Vergangenheit gestellt. Der Kurzfilm wurde am Locarno Filmfestival 2017 mit dem Pardino d'Oro ausgezeichnet.