O Samba

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Wer an Brasilien denkt, denkt an Samba, Fussball und schöne Frauen. Georges Gachot überwindet in seinem Film alle Klischees. Er zeigt Samba als lange Zeit verbotene, doch tief in der vielseitigen Identität Brasiliens verwurzelte, vibrierende Volkskultur.

Was ist eigentlich Samba? Was bedeutet er den Brasilianerinnen und Brasilianern? Der Film lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die gelebte Sambakultur Brasiliens. Samba kann nicht einfach auf Tanz und laszive Hüftschwünge reduziert werden. Samba ist auch Wort, Sprache, Text, Poesie – einfach gesagt: ein Lebensstil. Er ist Kitt und Utopie einer multikulturellen Gesellschaft voller Gegensätze. In den Sambaschulen treffen sich Jung und Alt, Reich und Arm, Weiß und Schwarz.

Türöffner und Hauptperson ist der charismatische Komponist und Sänger Martinho da Vila. Als Gründer und Leiter der bekannten Sambaschule Vila Isabel - eine von über 40 Schulen in Rio de Janeiro - ist er in seiner Heimat zum Superstar geworden. Die Schule hat im gleichnamigen Viertel von Rio ihr Quartier und zählt Tausende von Mitgliedern. Viele von ihnen treffen sich mehrmals pro Woche in der Gemeindehalle, um für das große Ziel zu üben: den Auftritt im Sambodrom während des Karnevalsdefilees. Der Dokumentarfilmer Georges Gachot hat die Vorbereitungen über ein Jahr lang mit der Kamera begleitet.