Solange die Mühle mahlt - ein Dorf will überleben

Solange die Mühle mahlt - ein Dorf will überleben

Das Luzerner Bauerndorf Schongau wehrt sich mit einer Bauoffensive gegen die drohende Gemeindefusion: Wie Pilze schiessen die Einfamilienhäuser aus dem Boden. Um einen Drittel ist die Bevölkerung in den letzten Jahren angestiegen. Das geht nicht reibungslos.

Während drei Jahren haben Heinz und Regula Tobler neuzugezogene und alteingesessene Schongauerinnen und Schongauer filmisch begleitet.

Auf der Mülihalde, wo einst die Dorfmühle das Korn der Schongauer mahlte, steht heute das neue Quartier. Doch der Bau der musterhausähnlichen Siedlung sorgt für heisse Köpfe.
Zuvor haben sich hier alle gekannt. In kurzer Zeit vergrössert sich das Dorf von 750 auf über 1000 Einwohner. Neuzugezogen sind zum Beispiel Caroline Scheidegger und ihr Partner Andres Rüegg. Während er die Ruhe im Garten geniesst, knüpft sie Kontakte und übernimmt im Dorftheater ihre erste Rolle.
Auch Thierry Kramis und seine Familie beziehen ihr Traumhaus. Bald wird er sein Debüt in der Gemeindepolitik geben, doch dann kommt es zum Eklat.

Und die Mühle? Die hat Josef Müller, ein umtriebiger Schongauer Unternehmer, gerettet und etwas weiter oben in seinem Erlebnispark wiederaufgebaut. Aber auch hier läuft nicht alles wie geplant.
«Solange die Mühle mahlt» dokumentiert den Wandel, der sich vielerorts unmerklich vollzieht: Vom traditionellen Bauerndorf zur Gemeinde mit Online-Selfservice-Desk. Geschichten aus einem Dorf, das kein Schlafdorf sein will.