Staatenlos - Klaus Rózsa, Fotograf

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Der Fotograf und Politaktivist Klaus Rózsa war den Schweizer Polizeibehörden jahrzehntelang ein Dorn im Auge. Bei den Jugendunruhen der 80er Jahre griff er zum Megaphon und fotografierte gleichzeitig die Auseinandersetzungen mit der Polizei auf der Strasse. So wurde er zur Zielscheibe der Polizei.

Klaus Rózsa, ein politisch engagierter Fotograf, lebte jahrzehntelang staatenlos in Zürich. Alle seine Einbürgerungsgesuche, drei an der Zahl, wurden abgelehnt. Er behindere die Arbeit der Polizei, weil er deren Übergriffe fotografiere, so heisst es in den Staatsschutzakten.

Gezeichnet vom Schicksal seines jüdischen Vaters, der die Konzentrationslager von Auschwitz und Dachau überlebte, bekämpft Klaus Rózsa das Unrecht im Staat. Bei den Jugendunruhen der 80er Jahre griff er zum Megaphon und fotografierte gleichzeitig die Auseinandersetzungen auf der Strasse. Später kämpfte er für die Medienfreiheit in der Schweiz und wurde trotz seiner Stellung als Gewerkschaftspräsident und Mitglied des Presserats so oft von der Polizei schikaniert, dass er 2008 nach Budapest auswanderte.

Von dort war er 1956 zweijährig mit den Eltern und seiner Schwester Olga in die Schweiz geflüchtet. Doch in Ungarn wurden derweil Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus salonfähig. Dagegen demonstriert Klaus erneut und tritt in Budapest an der Seite von Bundeskanzler Gerhard Schröder auf.

Der Schweizer Regisseur Erich Schmid zeichnet das Portrait eines engagierten Zürcher Zeitgenossen und die Geschichte seines bewegten Lebens.

Weitere Infos zum Film und DVD mit Untertiteln in vier Sprachen unter:

www.staatenlos-film.ch