Thorberg

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Thorberg, das Alcatraz der Schweiz. Schwere Jungs sitzen hier ihre Strafe ab. Der Filmemacher Dieter Fahrer gibt sieben Insassen ein Gesicht. Häftlinge beschreiben - manchmal einsichtig, häufig jedoch beschönigend - ihre Geschichten, ihre Taten und Hoffnungen.

Im Schweizerischen Strafgesetzbuch steht:

«Der Strafvollzug hat das soziale Verhalten der Gefangenen zu fördern, insbesondere die Fähigkeit, straffrei zu leben. Der Strafvollzug hat den allgemeinen Lebensverhältnissen so weit als möglich zu entsprechen.»

Schöne Worte doch wie sieht die Wirklichkeit aus?

In der Strafanstalt Thorberg werden Schwerverbrecher verwahrt. Mörder, Totschläger und Räuber. Der Filmemacher Dieter Fahrer hat sieben Insassen aus sieben Nationen ins Zentrum seines Filmes gestellt. Die einzelnen Schicksale zeigen Abgründe und Wunden, schwierige Lebensumstände voller Konflikte und Gewalt. Von der Gesellschaft längst aufgegeben erhalten die Gefangenen ein Gesicht. Doch nichts wird beschönigt. Immer bleibt der Täter hinter dem Menschen sichtbar.

Im Gefängnis herrscht ein streng geregelter Tagesablauf. Manche arbeiten, einige verweigern sich ziehen sich zurück. Glockenzeichen kündigen die verschiedenen Tagesabschnitte an. Frühstückfassen, Abfall leeren, externe Beschäftigung, allgemeine Arbeiten, Spaziergang im Hof. So wird die Zeit stark strukturiert und verliert sich doch. Die Kamera verlässt den Thorberg nie. Die isolierte Welt in der die Gefangenen leben ist immer spürbar.