Weiterleben – vier Folteropfer ziehen Bilanz

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Sie kommen aus Tibet, Kongo, Chile und der Türkei. In ihrer Heimat haben sie für Freiheit und Gerechtigkeit gekämpft und mussten teuer dafür bezahlen. Vier Folteropfer ziehen Bilanz. Ihren Glauben an eine bessere Welt haben sie, trotz all der erlebten Grausamkeit, nicht verloren.

Sie haben gegen die Unterdrückung ihres Volkes demonstriert, Wandzeitungen geschrieben oder sich bei einer fortschrittlichen Partei engagiert – alles Dinge, die heute in Mitteleuropa zum politischen Alltag gehören. Aber weil die Regierungen ihrer Herkunftsländer keine abweichenden Meinungen duldeten, wurden sie schwerstens gefoltert und teils jahrelang eingesperrt. Eine Tibeterin, eine Kongolesin, ein Chilene und ein Kurde aus der Türkei erzählen wie sie mit dieser schweren Last in unserem Land ein neues Leben aufbauen. 

Der Dokumentarfilm von Hans Haldimann kommt ohne Horrorbilder aus. Er gewinnt seine Kraft allein durch die Erzählung der Protagonisten. Wie schaffen es diese vier, nach dem Schlimmsten, das einem Menschen passieren kann, weiterzuleben. Wie gelingt es ihnen, von dem Geschehenen nicht erdrückt zu werden. Die Antwort ist erstaunlich: Auch nach dem Horror hat keiner dieser vier die Hoffnung auf eine bessere Welt verloren. Ein Film über sehr starke Menschen und über die Kraft, das Grauen zu überwinden.