Alpenklänge - Trio des Alpes, Orchestra della Svizzera Italiana

Sie war die erste Kompositionsstudentin an der Royal Acadamy of Music in London. 1903 ist das. Und da sie eine gut ausgebildete Bratscherin ist, kann sie auch als eine der ersten Frauen eine Stelle in einem Orchester annehmen, um sich selbständig ihren Unterhalt zu verdienen.

Aber noch lang glauben Kritiker: hinter den Kompositionen verberge sich ein Mann. Ganz anders bei Lili Boulanger. Sie und ihre Schwester Nadia werden unterstützt von Familie und Öffentlichkeit: zwei Komponistinnen, deren Musik das Trio des Alpes neu eingespielt hat.

Das Orchestra della Svizzera Italiana holt den Florentiner Komponisten Mario Castelnuovo-Tedesco aus dem Vergessen zurück: von ihm eine neue Aufnahme des Violinkonzertes.
Dazwischen ein Berg: Alban Bergs Streichquartett. Bereits ganz unter Einfluss von Schönbergs Kompositionsstill geschrieben zeigt es für Berg selbst doch in den «...sogenannt wildesten und gewagtesten Stellen wahren eitel Wohlklang im klassischen Sinn...». Gespielt vom Amaryllis Quartett, dem Quartett mit Schweiz-Anteil.

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Rebecca Clark: Klaviertrio
Trio des Alpes

Lilli Boulanger: D'un soir triste für Klaviertrio
Trio des Alpes

Alban Berg: Streichquartett op. 3
Amaryllis Quartett

Mario Castelnuovo-Tedesco: Violinkonzert Nr. 2. I profeti
Domenico Nordio, Violine
Orchestra della Svizzera Italiana
Tito Ceccherini, Leitung

Ergänzungsmusik:
Rebecca Clark: Sonate für Viola und Klavier
Tebea Zimmermann, Viola
Kirill Gerstein, Klavier

Redaktion: Nikolaus Broda