Der Blick zurück

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Musikwelt im Umbruch wie kaum je zuvor. Es wurde mit neuen Formen, Tonsystem und mit Geräuschen experimentiert. Aber es gab auch Komponierende, die nicht nach vorne, sondern zurück in die Musikgeschichte schauten.

Der Aargauer Komponist Emil Frey etwa schwelgte gerne in der spätromantischen Klangwelt, eine Ersteinspielung seiner «Sonata dramatica» zeugt davon. Auch Othmar Schoeck erinnerte sich in seiner Musik gerne an die Klassik und an die Romantik, und sogar Igor Strawinsky komponierte neben revolutionären Werken wie dem «Sacre du printemps» viele neoklassizistische Werke.

Othmar Schoeck: Complete violin sonatas

Maristella Patuzzi, Violine
Mario Patuzzi, Klavier

Brilliant Classics 2016 (95292)

daraus: Violinsonaten in D-Dur (op.16) und E-Dur (op.46)

Igor Strawinsky: Orchestral works

Orchestre de Chambre de Lausanne
Joshua Weilerstein

Dabringhaus und Grimm 2016 (940 1955-6)

daraus: Pulcinella-Suite und Concerto in D für Streichorchester

Emil Frey: Piano Music, Volume I

Luisa Splett, Klavier

Toccata Classics 2016 (TOCC 0339)

daraus: Sonata dramatica d-moll, op. 27
Passacaglia (aus op. 66)

Redaktion: Moritz Weber