Eric Gaudibert, ein Nachruf

Nachruf: Eric Gaudibert (*21.12.1936, + 28.06.2012)

Eric Gaudibert, der 1936 in Vevey geboren wurde, ist der Poet unter den Schweizer Komponisten, seine Stücke sind klar gebaut, eher leise und transparent und zuweilen flüchtig wie ein Flügelschlag.

Mit seinem Reichtum an dezenten Farben ist Gaudibert ein Schüler von Henri Dutilleux, bei dem er in Paris studierte. Dort besuchte er auch den Unterricht von Alfred Cortot am Klavier und Nadia Boulanger in Theorie. Nachdem er seine Ambitionen als Pianist begraben hatte, begann er vermehrt zu komponieren.

Sein Oeuvre reicht von der Solomusik bis zur Kammeroper. Während eines Vierteljahrhunderts lehrte er in Genf und Neuchâtel. Für die Neue Musik in der Romandie ist er so etwas wie eine Vaterfigur, fördernd, mitdenkend, beteiligt.

Aus dem Archiv:

Sergej Prokofiev: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur (Radio-Orchester Beromünster, Devy Erlih, Violine, Erich Schmid, Leitung), Aufnahme Radiostudio Zürich, 1962

Rolf Liebermann: Konzert für Jazzband und Orchester (Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden, Hans Rosbaud; Kurt Edelhagen und sein Orchester, Aufnahme 1954

Autor/in: Thomas Meyer, Redaktion: Thomas Adank