007 – Mythos Bond

  • Dienstag, 1. Dezember 2015, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 1. Dezember 2015, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 2. November 2015, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Montag, 2. November 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Montag, 2. November 2015, 16:40 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 3. November 2015, 4:00 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 3. November 2015, 12:45 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 5. November 2015, 14:05 Uhr, SRF info

James Bond ist unsterblich. Feinde erliegen seiner List, Frauen seiner Erotik. Wir Sterbliche wollen die Angstlust im Kino erleben, wenn der Agent mit der Lizenz zum Töten ruft. Von Connery bis Craig hat Bond ein halbes Jahrhundert überdauert. Er ist Kult und Mythos – sein Ende ist nicht absehbar.

Es war die Schweizerin Ursula Andress, die 1962 in «Dr. No» als erstes Bond-Girl zu Weltruhm gelangte. Seither feiert der Agententhriller eine beispiellose Erfolgsgeschichte auf der Leinwand. Das Budget betrug zu Beginn noch weniger als 1 Million Dollar, für «Spectre», den neuesten Bond-Streifen, überschritt es die 300 Millionen-Marke. Die waghalsigen Stunts und technischen Effekte sind aufwändiger und raffinierter geworden. Mit Sean Connery haben sechs Darsteller Bond als smarten Agenten, betörenden Frauenheld und unerschrockenen Kämpfer gegen das Böse verkörpert.

Dass Väter und Söhne, Mütter wie Töchter der gleichen Faszination erliegen, lässt auf ein zeitloses Erfolgsgeheimnis schliessen. Mythen und Märchen durchziehen die Filme. Physische Unsterblichkeit und erotische Unwiderstehlichkeit bei Bond, die Macht der Schönheit und die Kunst der Verführung bei seinen Gespielinnen. Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen sieht in der unschuldig aus den Wellen steigenden Ursula Andress die «Geburt der Venus» von Botticelli. Der Psychoanalytiker Jürg Acklin deutet die Lizenz zum Killen als Tabubruch des biblischen Tötungsverbotes.

Thomy Scherrer diskutiert im «Club» mit seinen Gästen, alles Bond-Experten, über die Faszination der Bond-Filme:

Anatole Taubman, Schauspieler im Bond-Film «Ein Quantum Trost»
Elisabeth Bronfen, Kulturwissenschaftlerin Universität Zürich
Michael Marti, Autor «James Bond und die Schweiz»
Albert A. Stahel, Strategieexperte
Jürg Acklin, Schriftsteller und Psychoanalytiker

Beiträge

  • Thomy Scherrer stellt die Gästerunde vor

    «Club»-Moderator Thomy Scherrer diskutiert mit einer Kulturwissenschaftlerin und James-Bond-Fans, warum der 007-Agent seit 50 Jahren zu faszinieren vermag.

  • Anatole Taubman, Schauspieler

    Anatole spielt im James Bond-Film «Ein Quantum Trost» den Bösewicht Elvis. Er erzhält, wie es dazu gekommen ist, dass er im Film eine Szene auf Schweizerdeutsch gibt und wie er sich auf die Rolle vorbereitet hat.

  • Michael Marti, Journalist und Buchautor

    Einerseits sind James Bond Filme ein Stück Kulturgeschichte, in die man viel interpretieren kann. Die 007-Filme sind auch gut gemachte Unterhaltung. Das funktioniert seit 50 Jahren und das ist eine grosse Leistung. Für Michael Marti ist der «Bösewicht» wichtiger als die Hauptfigur.

  • Elisabeth Bronfen, Kulturwissenschaftlerin

    Sie hat untersucht, wie sich die Bond-Girls im Laufe der Zeit verändert haben. Die Bond-Girls sind immer schon aktiv und selbstbewusst gewesen und wurden mit der Zeit immer kämpferischer.

  • Jürg Acklin, Autor und Psychotherapeut

    James Bond Filme sind eine Fantasie. Aber auch Klischees dürfen Platz haben. Gerade deshalb sind die James Bond-Filme schon so lange erfolgreich.

  • Albert A. Stahel, Strategieexperte

    Der Sicherheitsexperte hatte verschiedene Forschungsaufenthalte in Afghanistan, China, Pakistan, Russland und den USA. Damals sei er als »realer» James Bond unterwegs gewesen. Die Actionszenen in den Filmen, so Stahel, spiegeln durchaus den jeweiligen Zeitgeist.

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