Burnout – mehr als ein Modeleiden?

Jeder dritte Erwerbstätige klagt über Stress. Die Zahl derer, die „ausgebrannt“ zusammenbrechen, wächst. Sie verursachen Kosten in Milliardenhöhe. Warum gibt es so viele Burnout-Kranke? Ist Burnout eine Modeerscheinung, mehr Einbildung als Krankheit? Und – was kann man dagegen tun?

Jeder dritte Erwerbstätige klagt über Stress. Die Zahl derer, die „ausgebrannt“ zusammenbrechen, wächst. Sie verursachen gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft Kosten in Milliardenhöhe.

Was läuft falsch? Wächst der Stress oder nimmt die Belastbarkeit der Menschen ab? Ist Burnout eine Modeerscheinung, mehr Einbildung als Krankheit? Und – was kann man dagegen tun?

Gesprächsgäste

  • Toni Brühlmann, Psychiater, Ärztlicher Leiter Kompetenzzentrum Burnout und Lebenskrisen der Privatklinik Hohenegg
  • Hannes Zaugg-Graf, Burnout-Betroffener, Gemeindepräsident Uetendorf
  • Hans-Ulrich Vollenweider, Mitglied Geschäftsleitung Zürich Versicherung
  • Hanspeter Guggenbühl, Journalist, Wachstumskritiker

Links zur Sendung:

Das Staatssekretariat für Wirtschaft informiert ausführlich über Burnout

Burnout-Beratungsstelle Zürich

burnout m3: Firma zur Burnoutprävention bestehend aus Mitgliedern, die persönliche Erfahrungen mit dem Burnout-Syndrom haben.

«Schluss mit dem Wachstumswahn, Plädoyer für eine Umkehr» von Urs P. Gasche und Hanspeter Guggenbühl

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Moderatorin Karin Frei

  • Toni Brühlmann, Psychiater, Leiter  Kompetenzzentrum Hohenegg

    Toni Brühlmann, Psychiater, Leiter Kompetenzzentrum Hohenegg

    «Burnout ist ein Wechselspiel zwischen Umweltfaktoren (Stressoren wie Leistungs- und Erfolgsdruck, ständige Erreichbarkeit) und Individualfaktoren (Stressverstärker wie Perfektionismus, Helfersyndrom, Bewunderungsgier). Es ist eine ernst zu nehmende Zeiterscheinung, da das Ausbrennen in verschiedene psychische und körperliche Krankheiten münden kann, wie z.B. die Erschöpfungsdepression.»

  • Hannes Zaugg-Graf, Burnout-Betroffener

    Hannes Zaugg-Graf, Burnout-Betroffener

    «Bei meinem Burnout hatte ich Angst- und Depressionszustände, ich war nur noch am Weinen und konnte nicht mehr lachen. Wir alle müssen lernen, ehrlicher zu sein, wenn es uns schlecht geht. Wir müssen Schwächen eingestehen und uns dafür nicht schämen. Das fällt vielen schwer.»

  • Hans-Ulrich Vollenweider, Geschäftsleitung Zürich Versicherung

    Hans-Ulrich Vollenweider, Geschäftsleitung Zürich Versicherung

    «Während Arbeitsunfälle seit Jahren zurückgehen, beobachten wir eine stetige Zunahme bei den psychischen Erkrankungen. Das Phänomen Burnout kostet Schweizer Firmen alljährlich hunderte Millionen Franken. Das müsste nicht sein. Wir wissen heute, mit welchen Massnahmen sich ein grosser Teil der Burnout-Erkrankungen vermeiden lässt. Frühzeitiges Erkennen ist hier einer der Schlüssel: Je früher agiert wird, desto besser können Burnout und weitere Folgen, wie psychische Erkrankungen, lange Abwesenheiten bis hin zu Arbeitsplatzverlust, verhindert werden.»

  • Hanspeter Guggenbühl, Journalist. Wachstumskritiker

    Hanspeter Guggenbühl, Journalist. Wachstumskritiker

    «Wir steigern die Arbeitseffizienz bis zum Burnout und senken die Konsumeffizienz bis zum Nullnutzen. Diesen Trend gilt es zu wenden: Mit möglichst wenig Konsum, möglichst viel Glück erzeugen.»