Die griechische Tragödie

Griechenland erlebt eine Tragödie - ein Ende ist nicht absehbar. Besonders junge Menschen trifft die Krise hart. Wie überleben, wo es weder Arbeit noch Zukunftsperspektiven gibt? Bei Karin Frei im «Club» erzählen Griechen von der Tragödie in ihrer Heimat.

Arbeitslos, arm und ohne Perspektive – die Menschen in Griechenland leiden, trotz Milliardenkrediten. Das Land steht am Rande des Ruins. Wer kann, setzt sich ins Ausland ab. Ein Ende der Tragödie ist nicht in Sicht. Im «Club» diskutieren Menschen mit griechischen Wurzeln über die prekären Verhältnisse.

Diskussionsrunde

  • Wasiliki Goutziomitros, Journalistin und Moderatorin SF
  • Nikolaos Aggelidakis, Präsident Schweizerisch-Griechische Wirtschaftskammer
  • Sofia Karakostas, Forschungsberaterin ETH/Universität Zürich
  • Anastassios Frangulidis, Chefökonom Zürcher Kantonalbank ZKB
  • Olga Mira, Studentin Kommunikationswissenschaften

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Moderatorin Karin Frei

  • Aus Paros zugeschaltet: Esther Bürki

    Aus Paros zugeschaltet: Esther Bürki

    «Es ist schön, in Griechenland zu leben, schon allein wegen der Sonne und dem Meer. Aber wir haben kein Geld. Schlimm ist jetzt auch, dass sich grosse Investoren von uns abwenden.»

  • Nikolaos Aggelidakis, Schweizerisch-Griechische Wirtschaftskammer

    Nikolaos Aggelidakis, Schweizerisch-Griechische Wirtschaftskammer

    «Entgegen dem Klischee ist der Grieche nicht faul, sondern strebsam. Und Griechenland wird wieder aufsteigen wie Phönix aus der Asche.»

  • Olga Mira, Studentin Kommunikationswissenschaften

    Olga Mira, Studentin Kommunikationswissenschaften

    «So wie es jetzt aussieht, glaube ich nicht, dass sich Griechenland entwickeln kann. Zwar sind mit Syriza neue Kräfte am Aufsteigen, an der Macht sind aber noch dieselben, wie in den letzten dreissig Jahren. Die Wirtschaft wird damit nicht angekurbelt, im Gegenteil, es wird noch schlimmer werden. Ich glaube nicht, dass die Menschen all dies weitere vier Jahre aushalten, ohne sich zu wehren.»

  • Anastassios Frangulidis, Chefökonom Zürcher Kantonalbank ZKB

    Anastassios Frangulidis, Chefökonom Zürcher Kantonalbank ZKB

    «Was Griechenland jetzt dringend braucht: eine starke Regierung sowie ein grundlegendes gesellschaftliches Umdenken»

  • Sofia Karakostas, Forschungsberaterin ETH/Universität Zürich

    Sofia Karakostas, Forschungsberaterin ETH/Universität Zürich

    «Ich komme gerade retour von einer Griechenlandreise und habe zahlreichen Gesprächen mit Menschen geführt: die Leute leiden und sind zutiefst verunsichert. Sie versuchen aber ohne grosses Lamentieren mit Anstand über die Runden zu kommen und hoffen auf die Solidarität aus Europa.»

  • Wasiliki Goutziomitros, Journalistin und Moderatorin SRF

    Wasiliki Goutziomitros, Journalistin und Moderatorin SRF

    «Harsche Reaktionen aus dem Ausland kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Doch was man dabei allzu oft vergisst: Am Ende geht es immer auch um menschliche Not und Elend.»