Ein «Schweizer Islam» als Weg zur Integration?

  • Dienstag, 5. Juni 2018, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 5. Juni 2018, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 6. Juni 2018, 2:20 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 6. Juni 2018, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 7. Juni 2018, 4:06 Uhr, SRF info

Keine Religionsgemeinschaft verursacht in der Schweiz so viele Kontroversen wie die der Muslime. Der neuste Streit dreht sich um die Frage, ob der Islam öffentlich-rechtlich anerkannt werden soll. Das wollen nach den Sozialdemokraten jetzt auch die Grünen.

Welchen Platz soll der Islam in unserer christlich geprägten Gesellschaft einnehmen? Und bringt eine Anerkennung des Islam etwas gegen Radikalisierung und Islamfeindlichkeit? Die SP meint ja, stellt im Gegenzug aber Forderungen an die Glaubensgemeinschaften: diese sollen die Gleichberechtigung von Frau und Mann gewährleisten, sich zum säkularen Rechtsstaat bekennen und finanziell transparent und vom Ausland unabhängig sein.

Kritiker betrachten die Erfüllbarkeit dieser Bedingungen durch die muslimischen Glaubensgemeinschaften als Illusion. Der Islam gehöre nicht zu uns, daran ändere auch eine öffentlich-rechtliche Anerkennung nichts.

Könnte eine Anerkennung helfen, dass die Muslime in der Schweiz besser integriert sind? Sind wir als Gesellschaft überhaupt schon soweit? Sind die Schweizer Muslime zu diesem Schritt bereit? Oder bräuchte es allgemein eine vollständige Trennung von Kirche und Staat?

Darüber diskutiert Barbara Lüthi mit diesen Gästen:

Saïda Keller-Messahli, Islamische Menschenrechtsaktivistin, Präsidentin Forum für einen fortschrittlichen Islam
Edibe Gölgeli, Grossrätin SP/BS
Giuseppe Gracia, Medienbeauftragter Bistum Chur, Schriftsteller
Amir Dziri, Professor für Islamische Studien Uni Fribourg, Direktion Schweiz. Zentrum Islam und Gesellschaft
Mustafa Memeti, Imam, Leiter Muslimischer Verein Bern
Pascal Gemperli, Generalsekretär Dachverband Waadtländer Muslime
Andreas Thiel, Politsatiriker