Ich breche dir dein Herz

  • Dienstag, 9. August 2016, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 9. August 2016, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 10. August 2016, 2:30 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 10. August 2016, 8:45 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 10. August 2016, 11:00 Uhr, SRF info
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    • Donnerstag, 11. August 2016, 4:40 Uhr, SRF 1
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    • Samstag, 13. August 2016, 15:25 Uhr, SRF info

Jeder kennt ihn, keiner mag ihn. Liebeskummer befällt jeden irgendwann. Besonders häufig nach dem Urlaub. Die Folgen werden oft unterschätzt. Der «Club» nimmt sich der gebrochenen Herzen an.

Gerade die Ferienzeit ist für Beziehungen eine Belastungsprobe. Jede dritte Scheidung werde nach dem Urlaub eingereicht, wird auf Beziehungsplattformen behauptet.

Forscher vergleichen Liebeskummer mit einer Drogensucht oder einer posttraumatischen Belastungsstörung. Der Körper reagiert mit innerer Unruhe, Depressionen, einem gestörten Immunsystem oder gar mit Herzbeschwerden auf den Verlust. Vom «broken heart Syndrom» ist dann die Rede.

Gestandene Frauen und Männer leiden manchmal so stark, dass sie unfähig sind, ihren Alltag weiter zu bewältigen oder dem Job nachzugehen. Gelitten wird häufig im Verborgenen, wer sich bei verständnisvollen Freunden ausweinen kann, hat Glück.

Wie überlebt man diesen emotionalen Ausnahmezustand möglichst unbeschadet oder vielleicht sogar mit einer neu gewonnenen Reife?

Unter der Leitung von Karin Frei diskutieren im «Club»:

Mona Gross-Pfeiffer, Lebensberaterin und Schmerztherapeutin
Sandra Koch, Kaufmännische Angestellte
Francis Schnyder, Informatiker
Henri Guttmann, Psychologe und Paartherapeut
Marco Caimi, Arzt «Männerpraxis» Basel

Positionen:

Mona Gross-Pfeiffer: «Man soll nicht in der Opferhaltung verharren. Eine Trennung ist ein guter Moment, um innezuhalten, nachzudenken und zu fühlen. Aber wenn die Zeit der tiefen Trauer vorbei ist, hat man für sich selbst eine riesige Chance, vorwärts zu kommen.»

Sandra Koch: «Die Trennung hat mich persönlich weitergebracht: ich bin heute selbstsicherer und egoistischer und ich lebe viel bewusster, weil ich aus der Komfortzone der Beziehung geworfen wurde.»

Francis Schnyder: «Heute weiss ich, wie ich mit Liebeskummer umgehen kann. Deshalb habe ich auch keine Angst, mich neu zu verlieben.»

Henri Guttmann: «Was man im Liebeskummer häufig vergisst: Meist ist man selbst nur ein Teil des Problems. Die Ursache für die Trennung findet man zu 90 Prozent in der Biographie des anderen.»

Marco Caimi: «Auch für den Liebeskummer gilt: Auf Ebbe folgt keine Ebbe, dazwischen kommt die Flut! Liebeskummer ist eine Wunde, fast alle heilen.»

Beiträge

  • Karin Frei stellt ihre Gästerunde vor.

    Eine Lebensberaterin, ein Arzt, ein Psychologe diskutieren zusammen mit Liebeskummer-Betroffenen über Folgen, Formen und Erkenntnisse des emotionalen Ausnahmezustandes.

  • «Bei Liebeskummer braucht es einen kalten Entzug!»

    Mona Gross-Pfeiffer, Lebensberaterin und Schmerztherapeutin, berät seit Jahren Liebeskummer-Leidende in ihrer Praxis. Hat einer der Partner endgültig abgeschlossen mit der Beziehung, dann brauche es einen ganz harten Schnitt.

  • «Ich habe mich verändert nach dem schlimmen Liebeskummer.»

    Sandra Koch, Kaufmännische Angestellte, wurde nach einer 20-jährigen Beziehung von einer Trennung überrascht. Diese Erfahrung habe sie reifer gemacht und sie habe dadurch ihre eigene Persönlichkeit besser gefunden.

  • «Ich habe mit seltsamen Ticks auf den Liebeskummer reagiert.»

    Francis Schnyder, Informatiker, hat mehrere Male Erfahrungen mit Liebeskummer gemacht. Als er seine Ehefrau für eine andere Frau verliess und ihn seine neue Liebe gleich mehrmals betrog, sei er an seine emotionalen Grenzen gestossen und er habe auch körperlich heftig darauf reagiert.

  • «Freunde haben bei Liebeskummer eine ganz wichtige Funktion.»

    Henri Guttmann, Psychologe und Paartherapeut, erklärt, wie man sich als Freund eines Liebeskummer-Erkrankten am besten verhält. Oft sei die Gefahr da, dass man Freunde überstrapaziert und überfordert. Eine Therapie könne hier helfen.

  • «Wut war nach der Trennung meine erste Überlebensstrategie!»

    Marco Caimi, Arzt «Männerpraxis» Basel, wurde von seiner Ehefrau verlassen. Als er erfuhr, wer der Nebenbuhler war, reagierte er äusserst emotional. Erst nach der eigenen Erniedrigung habe der Verstand wieder eingesetzt.

  • «Liebeskummer kann man im Hirn erkennen!»

    Die amerikanische Liebeskummer-Forscherin Helen Fisher auf der Spur nach dem Liebeskummer-Schmerz, der seinen Ursprung in unserem Hirn hat. Ein Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm «Sleepless in New York» des Schweizer Filmemachers Christian Frei.

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