Im Fadenkreuz der IS-Terroristen

  • Dienstag, 2. September 2014, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 2. September 2014, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 3. September 2014, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 3. September 2014, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 4. September 2014, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 4. September 2014, 12:45 Uhr, SRF info

Die Terrormiliz «Islamischer Staat» mordet und plündert. Sie vernichtet, was ihr nicht genehm ist: Christen, andersdenkende Muslime und ihre Kultstätten. Der Papst bittet die Mächtigen, die Barbarei zu stoppen. Die westliche Welt zeigt Abscheu und gibt sich dennoch zögerlich.

Die Terrorgruppe «Islamischer Staat» scheint nicht aufzuhalten zu sein. Sie bedient sich modernster Kommunikationsmittel. Selbstherrlich verkünden die Radikalen ein eigenes Kalifat und machen klar: IS will sich weiter ausbreiten. Experten sagen, zumindest Länder mit instabilen Regierungen wie Syrien, der Irak oder auch Libyen seien tatsächlich gefährdet.

Die beispiellose Brutalität, mit der die Milizen operieren, schürt die Ängste zusätzlich. Von Auspeitschungen, Folterungen, und bestialischen Morden wird berichtet. In bester HD Qualität wurde die Enthauptung des amerikanischen Journalisten James Foley gefilmt und in den Sozialen Medien verbreitet.

Das Rekrutierungsreservoir für die IS sind auch europäische Secondos oder Konvertiten. Die Furcht vor Terroranschlägen solcher Heimkehrer nimmt zu. Wie ernst sind diese zu nehmen? Erhalten die Terrormilizen dank der vielfältigen Medienkanäle zu viel Aufmerksamkeit oder ist deren Ausbreitung eine tatsächliche Gefahr?
Geht es nach dem Papst, müssen die Mächtigen des Westens dazu beitragen, diesen Terror zu stoppen. Deutschland hat sich für Waffenlieferungen an Kurdische Kämpfer entschieden. Jedoch: Greift der Westen ein, könnte er damit weiter Öl ins Feuer giessen. Die Gefahr unheiliger Allianzen, wie etwa mit Diktator Assad, steigt.

Im «Club» mit Karin Frei diskutieren Religionsexperten, ein Kriegsreporter, ein ehemaliger Nato-General und der Filmemacher mit Irakisch-Schweizerischen Wurzeln Samir die verfahrene Situation.

Gesprächsgäste:

Klaus Reinhardt, ehemaliger Nato-General
Kurt Pelda, Kriegsreporter im IS-Kalifat unterwegs
Samir, schweizerisch-irakischer Filmemacher
Samuel Behloul, Direktor Kommission «Migratio» der Schweizer Bischofskonferenz

Aus Rom zugeschaltet: Kardinal Kurt Koch, Präs. Päpstlicher Rat Einheit der Christen

Beiträge

  • Karin Frei

    Die Moderatorin präsentiert Fragen und Gäste der Sendung:

  • Samuel Behloul

    Der IS lockt verführerischer als Al Kaida:

  • Samir

    Die IS-Propaganda wirkt auf Jugendliche cool:

  • Klaus Reinhardt

    Die irakischen Streitkräfte fühlen sich nicht dem Wohl des Staates verantwortlich:

  • Kurt Pelda

    Der Vormarsch des IS kann nur gestoppt werden, wenn allen Gruppen Waffen geliefert werden, die ihn bekämpfen wollen:

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