Medienclub: Die Hassliebe zwischen Sport und Medien

Medienclub: Die Hassliebe zwischen Sport und Medien

Leistungs-Sportler gehören zu den Lieblingen der Medien. Und die Athletinnen und Athleten wiederum profitieren von der medialen Präsenz. Ihr Bekanntheitsgrad steigt, ihr Marktwert ebenfalls. Wer aber nicht liefert, verliert. In doppeltem Sinn.

Für die Fussballer ist bald Winterpause, die Ski-Saison hat vor Kurzem begonnen. Aber ob Skifahrerin oder Fussballer, ob Kunstturnerin oder Tennisspieler – alle erleben dasselbe: Wer gewinnt, wird gefeiert. Als «Schätzchen» der Nation, als «Modellathlet». Wegen ein paar Hundertstel, wegen eines Pfostenschusses oder einer Verletzung werden aus grossen Stars plötzlich totale Versager.

Warum scheint die Sportberichterstattung nur Schwarz und Weiss zu kennen, warum ist sie so resultatefixiert ? Was lösen die Berichte bei den Sportlern aus ? Wie gehen sie mit der Kritik um ? Wie mit den hohen Erwartungen einer ganzen Nation, wie sie von den Medien noch zusätzlich geschürt wird?

Sind die sozialen Medien für die Sportlerinnen und Sportler eine Art Befreiungsschlag, um unabhängiger von den klassischen Medien kommunizieren zu können? Diese und andere Fragen nimmt der Medienclub auf und zeigt ein ganz aktuelles Beispiel von «alternativem» Sportjournalismus.

Unter der Leitung von Franz Fischlin diskutieren:

Ariella Kaeslin, ehemalige Kunstturnerin, Olympiafünfte, WM-Zweite, Europameisterin, dreifache «Sportlerin des Jahres»
Kathrin Lehmann, Sport-Kommentatorin, ehem. Eishockey- und Fussballspielerin
Bernhard Heusler, Berater, ehemaliger FCB-Präsident, Co-Präsident Stiftung Schweizer Sporthilfe, selbständiger Sport-Berater
Andreas Böni, Sport-Journalist, Fussball-Chef Blick

Im Interview:

Lara Gut-Behrami, Skirennfahrerin
Christof Gertsch, Mitgründer Sportmagazin «N°1», Co-Autor Buch «Ariella Kaeslin: Leiden im Licht. Die wahre Geschichte einer Turnerin», Reporter bei «Das Magazin».