Schlaf, wo bleibst du?

  • Dienstag, 6. August 2013, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 6. August 2013, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 7. August 2013, 2:25 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 7. August 2013, 8:25 Uhr, SRF info
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    • Samstag, 10. August 2013, 13:10 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 11. August 2013, 7:45 Uhr, SRF info

Tagsüber müde und zerschlagen, nachts hellwach, an Schlaf ist nicht zu denken. Mehr als ein Drittel der Schweizer Bevölkerung klagt über Schlafstörungen. Der Absatz von Schlafmitteln steigt an. Ein «Club» darüber, was es heisst, schlaflos zu sein und darüber, wie man den Schlaf findet.

Unruhig wälzt man sich im Bett, erst minutenlang dann stundenlang und findet einfach keinen Schlaf. Endlich eingeschlafen, schreckt man wegen Kleinigkeiten hoch und das Hin- und Herwälzen geht von vorne los.

Von Schlaflosigkeit sind Frauen doppelt so oft betroffen wie Männer, so wollen es die Statistiken und nicht selten enden lang anhaltende Schlafstörungen in einer Depression. Entsprechend ist Schlaflosigkeit ein grosses Tabu: Denn wer nicht genug schläft, ist nicht leistungsfähig. Die Angst, einen Karrierenknick zu erleiden, bewegt die Betroffenen dazu, zu schweigen. Wie erleben Schlaflose ihre Tage und Nächte? Welche Folgen hat es, wenn Menschen unter extremer Schlaflosigkeit leiden? Müssen wir unseren Umgang mit dem Schlaf ändern?

Im «Club» unter der Leitung von Karin Frei diskutieren Experten und Schlaflose, darunter auch die bekannte Schweizer Schauspielerin Ursula Schäppi, die seit Jahren erst in den frühen Morgenstunden Schlaf findet.

Gesprächgäste:

Jürg Schwander, Schlafmedizinier: «Schlafstörungen sind ein grosses Tabu in unserer Gesellschaft. Wer schlecht schläft, ist müde, bringt nicht die erforderte Leistung, riskiert eine Depression. Aus diesem Grund holen sich die Betroffenen oft zu spät Hilfe.»

Christian Cajochen, Schlafforscher und Chronobiologe: «Es herrscht ein Schlaf-Machismo: wer kurz schläft, lange wach bleiben kann und früh aufsteht gilt als erfolgreich und produktiv, so wird der Schlaf als wichtiger Gesundheitsfaktor unterschätzt.»

Eva Birrer, Psychologin und Somnologin: «Viele Menschen vernachlässigen das Thema Schlaf. Weil: Schlafenszeit ist Zeit, in der man „nichts“ tut, nicht produktiv ist. Doch das ist falsch, weil Schlaf eine unserer wichtigsten Energiequellen ist. Mehr und guter Schlaf macht uns leistungsfähiger.»

Ursula Schäppi, Schauspielerin, leidet unter starken Schlafstörungen: «Die Schlaflosigkeit ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes ein Quäl-Geist, der ohne Rast und Ruh in der unbewältigten Vergangenheit herumwühlt - der mir aber auch nächtelang die ungelösten Problemen der Gegenwart vor Augen hält und so verhindert, dass sie sich zum ersehnten Schlaf schliessen können. »

Eugen Hilti, pensionierter Augenarzt mit der Schlafstörung «Restless Legs Syndrom»: «Nach so vielen Jahren der Schlaflosigkeit habe ich fast schon resigniert. Mein Spruch war: Schlaf find' ich erst, wenn man mich hat geschmückt zum letzten Gang, am Ende meiner Tage! ein Satz aus der Oper Don Carlos von Verdi.»

Peter Gantner, technischer Leiter, starker Schnarcher: «Übers Schnarchen wird gelacht, der Ernst der Sache aber wird tabuisiert und man tut nichts dagegen. Dabei habe ich erfahren, dass man mit kleinen Massnahmen eine riesige Wirkung erzeugen kann. Seit ich nachts nicht mehr schnarche, geht es nicht nur meiner Frau besser, auch ich habe viel mehr Energie.

 

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Moderatorin Karin Frei präsentiert ihre Gesprächsrunde aus Schlaf-Experten und Schlaf-«Gestörten»:

  • Ursula Schäppi

    So sehen meine schlaflosen Nächte aus:

  • Eva Birrer

    Herauszufinden, welcher Schlaftyp jemand ist, steht am Anfang der Therapie von Schlafstörungen:

  • Eugen Hilti

    Der pensionierte Augenarzt schildert sein «Restless Legs Syndrom», das ihn während vieler Jahre um den Schlaf gebracht hat:

  • Christian Cajochen

    Warum brauchen wir den Schlaf und wie wichtig ist er?

  • Peter Gantner

    Wer schnarcht, muss nicht zwingend leiden. Doch kann sein Schnarchen für die Partnerin zur Qual werden:

  • Jürg Schwander

    Schnarchen kann auch mit lebensbedrohenden Atempausen verbunden sein:

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