Ungastliche Schweiz?

Die Schweizer Tourismusbranche kämpft ums Überleben. Nicht nur der starke Franken, auch das angeschlagene Qualitätsimage hat sie in die Krise gezogen. Karin Frei diskutiert im «Club» mit Tourismusexpterten über die möglichen Überlebensstrategien.

Die Schweiz ist teuer, die Hotels verstaubt, die Gastfreundschaft lässt zu wünschen übrig. So werden die stark sinkenden Logierzahlen gerne begründet.
Wie viel daran ist wahr? Wie tief in der Krise steckt die Schweizer Tourismusbranche? Und wie bleiben Anbieter wettbewerbsfähig in einem Umfeld, in dem der Franken stark und die Preise hoch sind? Im «Club» diskutiert Karin Frei mit Hotel-, Bergbahn- und Tourismusexperten.

Diskussionsgäste

Ariane Ehrart, CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz
Urs Kessler, CEO Jungfraubahnen
Christian Laesser, Professor für Tourismus und Dienstleistungsmanagement Universität St. Gallen
Josef Schirgi, Geschäftsführung Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis
Walter Willimann, coacht Restaurants und Hotelbetriebe
Guglielmo L. Brentel, Präsident «Hotelleriesuisse»

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Moderatorin Karin Frei

  • Josef Schirgi, Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis

    Josef Schirgi, Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis

    «Im Tourismus sollten sich Oesterreich und die Schweiz nicht konkurrenzieren. Die eigentliche Konkurrenz sind Kreuzschiffahrten oder Destinationen im Mittelmeerraum oder in Asien. Darum müsste es vielmehr darum gehen, dass wir die Alpen gemeinsam attraktiv behalten und, dass das Skifahren auch in Zukunft bei den Jungen ein Thema ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Kooperation sogar grenzübergreifend laufen könnte.»

  • Walter Willimann, coacht Restaurants und Hotelbetriebe

    Walter Willimann, coacht Restaurants und Hotelbetriebe

    «Die Schweiz benötigt eine ganzheitliche touristische Erneuerung in Denken, Fühlen und Handeln. Uns stehen ein traumhaft schönes Land und tüchtige Menschen zur Verfügung. Es ist Zeit für den Aufbruch!»

  • Urs Kessler, CEO Jungfraubahnen

    Urs Kessler, CEO Jungfraubahnen

    «Es wird im Tourismus zu vieles schön geredet und zu wenig kritisch hinterfragt.»

  • Guglielmo L. Brentel, Präsident «Hotelleriesuisse»

    Guglielmo L. Brentel, Präsident «Hotelleriesuisse»

    «Zahlreiche Hotels haben in den letzten zehn Jahren aufgerüstet und sind heute gut aufgestellt. Leider gibt es aber immer noch zu viele Betriebe, die nicht dem Marktbedürfnis entsprechen. Wir setzen uns konsequent für die Verbesserung der Erfolgs- und Wachstumschancen wettbewerbsfähiger Hotels in der Schweiz ein.»

  • Ariane Ehrart, CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz

    Ariane Ehrart, CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz

    «Es geht immer wieder darum, unsere Kundschaft zu begeistern und in ihrem Herzen und Hirn tiefe Spuren zu hinterlassen. Bleiben wir gerade trotz herausfordernden Prognosen optimistisch: Bieten wir unseren Gästen viel Mehrwert!»

  • Christian Laesser, Professor für Tourismus Universität St. Gallen

    Christian Laesser, Professor für Tourismus Universität St. Gallen

    «Wir stehen wahrscheinlich und leider erst am Anfang grösserer wirtschaftlicher Verwerfungen. Der Schweizer Tourismus muss deshalb seine Angebote noch mehr auf neue und anspruchsvoller werdende Gästebedürfnisse ausrichten.Hierzu ist ein Ausbruch aus der eigenen Gedankenwelt notwendig. Neue Ansätze und Innovationen gefragt!»