Zeiten der Verunsicherung: Wohin driftet die Schweiz?

2015 wird zum Jahr der Verunsicherung. Eurokurs und Terror, Einwanderung und das Verhältnis zur EU erschüttern das Land. Technologische Umwälzungen revolutionieren die Arbeitswelt, sie erzeugen Wachstum, aber auch Verlierer. Das Vertrauen in Politik und Wirtschaft ist angeschlagen – wie weiter?

Mit dem Attentat von Paris ist der Terror zurück. Dieser bedroht die Koexistenz von Religionen und Andersgläubigen, den Zusammenhalt multikultureller Gesellschaften auf der Basis von Recht und Demokratie. Das Land befindet sich zudem auf Kollisionskurs mit der EU, die nicht bereit ist, auf die Forderungen aus Bern einzugehen. Zugleich spitzt sich der Konflikt zwischen Classe Politique und Stimmbevölkerung zu. Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, die Bindung des Frankenkurses an den Euro zu lösen, verschärft zudem dieses Gefühl.

Auch die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt weiter zu. Technologische Umwälzungen bieten zwar ungeahnte Wachstumschancen, schaffen aber auch Verlierer, weil nicht alle dem Tempo und den neuen Anforderungen gewachsen sind. Arbeitswelt und persönliches Umfeld werden sich in einem Ausmass verändern, wie seit der industriellen Revolution nicht mehr.

Im «Club» unter der Leitung von Karin Frei diskutieren fünf Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Wissenschaft über unsichere Zeiten und was diese mit den Menschen machen:

Monika Rühl, Direktorin Economiesuisse
Michael Hermann, Politikwissenschaftler
André Holenstein, Prof. für ältere Schweizer Geschichte Univ. Bern
Gerd Leonhard, Futurist und Zukunftsberater
Peter Niggli, Geschäftsleiter von Alliance Sud

Beiträge

  • Karin Frei

    Thema und Gäste der Sendung:

  • Michael Hermann

    Es ist nicht immer klar, was das Volk will:

  • André Holenstein

    Ich habe das Volk noch nie gesehen:

  • Gerd Leonhard

    Auch wenig Verdienende werden von den technologischen Umwälzungen profitieren:

  • Peter Niggli

    Die Schweizer sind 100 mal reicher als Menschen armer Länder, dennoch leben 600'000 unter der Armutsgrenze:

  • Monika Rühl

    Es gibt keine Einkommensschere in der Schweiz:

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