Zu teuer, zu wenig Personal: Wer pflegt mich noch im Alter?

  • Dienstag, 10. Juli 2018, 22:25 Uhr
Sendetermine
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    • Dienstag, 10. Juli 2018, 22:25 Uhr, SRF 1
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In der Schweiz droht ein akuter Pflegenotstand: Es gibt immer mehr pflegebedürftige Senioren und ein sich zuspitzender Fachkräftemangel. Regelmässig gelangen Angehörige oder Pflegerinnen an die Öffentlichkeit und prangern Missstände an. Ist unsere Pflege gesichert?

Die Alters- und Pflegeheime in der Schweiz stehen finanziell unter Druck. In jedem fünften Pflegeheim wurde qualifiziertes Pflegepersonal durch Hilfskräfte ersetzt. Und dies, obwohl ein Pflegeplatz bis zu 12'000 Franken im Monat kosten kann.

Die Liste der Negativmeldungen ist lang: Fehler bei der Medikamentenabgabe, Ruhigstellen durch Medikamente, Vernachlässigung der alten Menschen, Gewalt durch Pflegepersonal, zu wenig Zeit für Hygiene, Mobilisierung oder Zwischenmenschliches.

Hinzu kommt, dass knapp die Hälfte der Pflegenden den Beruf nach sieben Jahren wieder aufgibt. Ursache sind Stress, Überforderung, Burnouts. Von einem «enthumanisierten» Beruf ist die Rede.

Bis ins Jahr 2045 werden zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung über 80 Jahre alt sein, also doppelt so viele wie heute.

Welche Pflege wünschen wir uns für das Alter? Warum ist alles so teuer? Und was wäre die Alternative: Die günstige Pflegerin aus Polen, das Heim in Thailand oder der Roboter aus Japan?

Unter der Leitung von Barbara Lüthi diskutieren im «Club»:

Markus Rusterholz, Präsident Curaviva Glarus, Geschäftsführer Alters- und Pflegeheime Glarus APG
Ruth Humbel, Nationalrätin CVP/AG, Vizepräsidentin Gesundheitskommission
Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD, alt Nationalrätin Grüne
Martha Huwyler, Angehörige einer ehemaligen Pflegeheimbewohnerin
Anna Rosa Dreyer, pensionierte Pflegefachfrau
Bozena Domanska, Care-Migrantin aus Polen, Leiterin «Respect», Netzwerk f. Betreuerinnen aus Osteuropa

Zugeschaltet aus Thailand:

Martin Woodtli, Leiter privates Pflegeheim f. Demenzkranke, Chiang Mai, Thailand

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