Zum 100. Geburtstag des Dirigenten Rudolf Kempe (1910-1976)

Keine glamouröse Karriere - doch eine konstante, arbeitsintensive Laufbahn: Der Dirigent Rudolf Kempe mag von heute aus eher als eine «Randfigur» des Musiklebens nach dem Zweiten Weltkrieg erscheinen, wozu auch sein allzu früher Tod beitrug.

Doch setzte Kempe als Chefdirigent in London, Zürich und München künstlerische Masstäbe, von denen seine zahlreichen Aufnahmen zeugen. Kempes eigentliche Domäne war das klassisch-romantische Repertoire - von Beethoven bis Richard Strauss, aber es lagen ihm auch Janacek, Hindemith oder Prokofiew am Herzen. Wichtig aus schweizerischer Sicht sind natürlich auch seine Jahre beim Zürcher Tonhalle-Orchester (1965-1972).