Best-of 2015

Wer waren die Besten des Jahres? Das «Country Special»-Team wagt den schamlos subjektiven Rückblick auf die schönsten Alben des Jahres aus Country, Bluegrass und Americana - mit allen Zwischentönen. Die 30 Besten in zwei Stunden.

Sam Outlaw steht mit Cowboyhut vor einer farbigen Wand in Los Angeles.
Bildlegende: Sam Outlaw wandte der Werberszene in Los Angeles mit 30 den Rücken zu und floh in die Country-Musik. zvg

Unter den 30 Besten von 2015 erklimmen diese drei das Podest:

  • Kacey Musgraves mit «Pageant Material»: Es sind vor allem Nashvilles Frauen, die in ihren Songs das Leben in all seinen Facetten abbilden und kommentieren. Und kaum eine macht dies zurzeit mit mehr Witz, Charme und Stil als die 27-jährige Sängerin und Songschreiberin: Miss-Wahlen, Familiengeschichten, Kleinstadt-Gezänk, Selbstbestimmung - und natürlich die Liebe.
  • Sam Outlaw mit «Angeleno»: Mit 30 wagte er als frustrierter Werber in Los Angeles eine Country-Karriere. Der erste Meilenstein ist gesetzt: Das Vater-Sohn-Team Ry & Joachim Cooder setzte Outlaws Songs schlicht grossartig in Szene. Mit Country-Hochglanz und glühenden Mariachi-Trompeten machen sie den melancholischen Cowboy unter der elektrisch aufgeladenen Dunstglocke der Mega-City zum unwiderstehlichen Protagonisten.
  • Don Henley mit «Cass County»: Als Mitglied der Eagles platziert man Don Henley fast automatisch ins dekadente «Hotel California». Doch jetzt erdete er sich mit 68 und längst geläutert im bodenständigen Country seiner Jugend im ländlichen Texas. Sein erstes Solo-Album seit 15 Jahren ist aber kein Nostalgie-Trip. Es ist vielmehr eine gelungene Mischung von überraschenden Covers und engagierten neuen Eigenkompositionen.

Gespielte Musik

Moderation: Christoph Schwegler, Redaktion: Geri Stocker