«Eulogie für Tramadol und Mädchentraube» von Thorsten Soltau

Der junge deutsche Audio-Art-Künstler Thorsten Soltau hat ein Requiem für einen Bekannten geschaffen, der an einer Überdosis Heroin gestorben ist. Das kurze Hörstück gibt es gleich in zwei Versionen.

Eulogie bedeutet in der Kirchensprache ‹Segensspruch›, ‹Tramadol› ist ein starkes Schmerzmittel, das von Drogenabhängigen oft als Opionid konsumiert wird, und ‹Mädchentraube› ist der Name einer Weinsorte, die in norddeutschen Diskountern zum Kauf angeboten wird.

Für die erste Version hat Soltau einen selbstgeschriebenen englischen Text vom Audio-Art-Kollegen Jan Warnke sprechen und einarbeiten lassen. Warnke hat seine Sprachaufnahmen stark verfremdet und so die Verständlichkeit weitgehend ersetzt durch den starken Ausdruck der Sprechhaltung. Die Zweite Version ist rein instrumental und wirkt wie eine Fortsetzung der ersten. Sie betritt quasi den Bereich des Unsagbaren.

Redaktion: Claude Pierre Salmony