Das 3. Auge

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Während einer Yogaübung wird der charismatische Lehrer erschossen. Als Hauptverdächtige gerät eine syrische Flüchtlingfrau in den Fokus. Tötete sie aus enttäuschter Liebe? Oder fiel der ehemalige Afghanistan-Offizier Hertwig einer Racheaktion eines Soldatenvaters zum Opfer?

Der charismatische Yogalehrer Alexander Hertwig wird während seiner Übungen im Freien beim Sonnengruss erschossen - gezielt in die Stirn zwischen die Augen. Es ist dies eine Tat mit starker Symbolkraft. Denn im Yoga konzentriert man sich auf sein drittes Auge: den Punkt zwischen den Augen, mit dem man nach innen schaut und die Dinge sieht, wie sie wirklich sind.

Verdächtig scheint das Verhalten von Asifa Huber, einer syrischen Flüchtlingsfrau, die den KFZ-Meister Hans Huber geheiratet hat. Asifa, die Hertwigs Yogakurs besuchte, bricht bei der Todesnachricht zusammen. Gab es da eine Affäre? Als Voss und Tom ein Kopftuch von Asifa in Hertwigs Wohnung finden, liegt diese Vermutung nahe. Auch Asifas Mann schien davon auszugehen und war wahrscheinlich entsprechend eifersüchtig.

Hertwigs Vergangenheit, seine Zeit bei der Bundeswehr, bietet zudem ein Motiv: Hertwig war früher als Soldat im Auslandeinsatz. Als seine Truppe in eine Sprengfalle der Taliban fuhr, war er der Truppführer. Er selbst bekam nur ein paar Kratzer ab, aber ein Kamerad starb, ein weiterer sitzt im Rollstuhl. Horst Stahl, der Vater des toten Kameraden, behauptet, Hertwig habe am Abend vor dem Anschlag ordentlich gefeiert, statt die Sicherheit der Route zu überprüfen. Er hat Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt, aber die Bundeswehr hat das abgelehnt. Dieses traumatische Erlebnis hatte Hertwig dazu bewegt, sein Leben komplett zu ändern, und neu anzufangen. Wollte Horst Stahl sich etwa doch noch rächen?