Ein langsamer Tod

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Viele hassten den Architekten Martin Boningen: Er galt als arrogant, machtversessen und grausam. Nun liegt er erschlagen in seiner protzigen Villa. Sein grösster Konkurrent kann die Tat nicht begangen haben, denn er wohnt zwar gleich vis-a-vis, doch er sitzt im Rollstuhl.

Leise rieselt der Schnee auf die moderne Designer Villa in einem Münchner Nobelviertel. Niemand ahnt, dass hier Stararchitekt Martin Boningen inmitten seiner eigenen vier Wände ums Überleben kämpft. Schwer verletzt und mit letzter Kraft schleppt sich der Architekt hilfesuchend durch die Räume seiner Villa. Doch als Hauptkommissar Voss und sein Team am nächsten Morgen an Ort und Stelle eintreffen, kommt jede Hilfe zu spät

Boningen wurde offensichtlich brutal niedergeschlagen und ist anschliessend verblutet. Sofort leitet Voss die Ermittlungen ein, die jedoch in verschiedenste Richtungen führen. Denn der ehrgeizige und perfide Boningen hatte sich zahlreiche Feinde gemacht. Dementsprechend lang ist die Liste der Verdächtigen, die als potenzielle Täter in Frage kommen - allen voran Carsten Massmann, dessen Villa direkt an Boningens Grundstück grenzt. Doch die beiden Männer trennten nicht nur kleine Nachbarschaftsstreitigkeiten. Massmann war als Architekt in Boningens Firma tätig, bis er sich mit einem eigenen Architekturbüro erfolgreich selbstständig machte. Seitdem war es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Kontrahenten gekommen.

Sah Massmann sein nächstes Grossprojekt die Realisierung der Pläne für das neue Solbrand-Museum in Gefahr und wollte Boningen aus diesem Grund aus dem Weg schaffen? Kommt Massman, der im Rollstuhl sitzt, für den Mord an Boningen wirklich in Frage? Ebenso verdächtig macht sich auch Matthias Streicher, Boningens persönlicher Assistent. Streicher plante, zur Konkurrenz überzutreten und fortan für Massmann zu arbeiten. Das wusste Boningen bislang zu verhindern. Hat Streicher mit anderen Mitteln versucht, sich aus Boningens Fängen zu befreien?

Während die Kommissare den Indizien nachgehen, trifft Voss zufällig auf Rino Kraus, der offensichtlich in Schwierigkeiten steckt. Voss bietet dem jungen Mann seine Hilfe an, doch dieser hält sich vorerst bedeckt. Dann stösst Voss auf den entscheidenden Hinweis: Rino Kraus ist der Neffe des Toten und hat somit als Erbe Anspruch auf Boningens Vermögen: Geld, das der arbeitslose Kraus und seine hochschwangeren Freundin Sissy dringend benötigen. Voss will nicht glauben, dass der sympathische junge Mann in den Mordfall verwickelt sein könnte. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch der Täter scheint immer einen Schritt voraus. Und schon geschieht die nächste Katastrophe, die Voss nicht verhindern kann.
Eine Gemeinschaftsproduktion von ZDF, ORF und SRF