Heisses Blut

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In einem Nobelinternat wird Schüler Bastian Wörschhauser von einem Pfeil durchbohrt und ist sofort tot. Der Alte realisiert bald, dass die familiäre Atmosphäre der Schule nur eine Fassade war. Kokainhandel, Erpressung und eine erzwungene Abtreibung sind alles Tatmotive.

An diesem trüben Novembertag wirkt das sonst so belebte Internat im Umland der bayerischen Hauptstadt mit seinen imposanten Gebäuden und dem weitläufigen Sportgelände am See nahezu verwaist. Die Herbstferien haben gerade begonnen, doch die Ruhe ist trügerisch. Ein grosses Aufgebot der Polizei und Kriminaltechnik untersucht seit dem Morgen den Schiessplatz am Rande des Anwesens, wo der leblose Körper eines jungen Mannes liegt. Offenbar hatte Bastian Wörschhauser, Schüler des noblen Internats, seine Fertigkeiten im Bogenschiessen trainiert, als er selbst zur Zielscheibe wurde. Der Pfeil des Todesschützen traf ihn mitten ins Herz. Bastian war sofort tot.

Richard Voss und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf, doch schon sehr bald stossen sie auf eine Mauer des Schweigens. Weder Schüler, Lehrer noch Direktor Pittrich scheinen daran interessiert, besondere Vorkommnisse oder andere Details aus dem Internatsalltag preiszugeben. Erst als die Kommissare im Zimmer des toten Schülers einen Umschlag mit intimen Fotos entdecken, auf denen Bastians Exfreundin Chiara zu sehen ist, sind die ersten Verdächtigen ermittelt: Bastian hatte nach einem heftigen Streit die brisanten Fotos im Internet veröffentlicht und somit die Wut der jungen Frau auf sich gezogen. Aber auch Chiaras neuer Freund Vitus war dem arroganten Internatsschüler seit jeher feindlich gesonnen.

Kaum jedoch hat Voss mit der Befragung von Marco und Feline, Bastians Mitschüler und beste Freunde, begonnen, schaltet sich Ludwig Wörschhauser ein. Der Vater des Opfers fängt an, auf eigene Faust nach dem Mörder seines Sohnes zu recherchieren - mit fatalen Folgen, wie sich bald herausstellen wird. Der Obduktionsbericht beweist, dass Bastian regelmässig Drogen konsumierte. Erneut gerät also Vitus aufgrund seiner kriminellen Vergangenheit ins Visier der Ermittler und wird verdächtigt, in der Stammkneipe der Internatsschüler mit Kokain zu dealen.

Dann kündigt Klassenlehrer Arnd Lamaack seinen baldigen Austritt aus dem Internat an. Er lässt Richard Voss allerdings zuvor noch wissen, dass Bastians Vater in der Vergangenheit dazu neigte, das gesamte Internatspersonal durch Bestechungsgelder zum Aufpolieren der schulischen Noten seines Sohnes zu bewegen. Hatte Bastian den Schulleiter Pittrich mit einer Aufdeckung erpresst und damit ein zu grosses Risiko für dessen ohnehin gefährdete Karriere dargestellt? Und dann gäbe es noch die Möglichkeit, dass Bastian das Opfer einer tödlichen Verwechslung wurde und der Pfeil für jemand anderen bestimmt war.