Treibgut

Staffel 1, Folge 2

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An der Aare liegt ein toter Afrikaner, auf seiner Stirn ist ein Hakenkreuz eingeritzt. Luc Conrad kümmert nun um dessen Sohn Gomma. Die Ermittlungen führen Luc und Anna-Maria von der Neonazi-Szene bis in die faszinierende Welt der afrikanischen Kunst.

Auf den ersten Blick scheint der Fall klar zu sein. Der Tote am Ufer der Aare muss von Neonazis ermordet worden sein. Denn dessen Haut ist dunkel, auf seine Stirne wurde ein Hakenkreuz eingeritzt. Doch im Gegensatz zur Polizei traut Luc dem allzu Offensichtlichen nicht und mischt sich sofort wieder in deren Arbeit ein. Anna-Marias diesbezügliche Verärgerung verwandelt sich aber umgehend in Schadenfreude, als der Sohn des Toten Luc zu seinem Beschützer erkürt und sich an seine Fersen heftet. Zwischen Luc, der mit Kindern eigentlich nichts anfangen kann, und dem kleinen Gomma entwickelt sich aber wider Erwarten ein Vertrauensverhältnis. Luc spürt instinktiv, dass Gomma weiss, wie sein Vater zu Tode gekommen ist, möglicherweise kennt er sogar den Mörder. Der Kleine schwebt in Lebensgefahr.

Aus diesem Grund lässt Luc seinen Schützling keine Sekunde aus den Augen, nimmt ihn auch zu einem Besuch zur Schwester von Bernhard Mäder mit. Von ihr kriegt Luc einen Schuhkarton voller Dokumente. Darin erhofft sich Luc Hinweise zu finden, um den Tod seines besten Freundes aufzuklären und sich selber endgültig reinwaschen zu können.

Die Ermittlungen ergeben, dass sich Budibu Ngandu – so der Name des Toten – beim renommierten Putzinstitut Huser vom Hilfsarbeiter zum Buchhalter hochgearbeitet hat. Als solcher hat er das besondere Vertrauen seines weltoffenen Arbeitgebers Matthias Huser genossen und sich durch seinen gewissenhaften Umgang mit den Finanzen der Firma Huser zum Feind einiger Arbeiter gemacht. Zu ihnen gehört Brutalo Züllig, ein beinharter Neonazi, wie Dörig schmerzlich erfahren muss. Aber auch in der schwarzen Community hatte der Tote keinen leichten Stand. Und eine weitere Spur führt Anna-Maria und Luc in den geheimnisvollen Handel mit afrikanischen Kunstgegenständen.

Im Bestattungsinstitut kümmern sich inzwischen Fabio und Erika rührend um ein Paar, dessen Baby tot zur Welt kam. Die Eltern suchen nach einer besonderen Bestattungsart für ihr Kind, die ihrer Unkonventionalität gerecht wird. Fabio lässt seine Phantasie spielen und entlässt das «Engelskind» auf eine Weise ins Jenseits, die gleichzeitig bezaubernd und pietätvoll ist.