Des Königs Schwert

Des Königs Schwert

In einem Kellerlabyrinth stossen Arbeiter auf einen steinernen Sarg mit grauenvollem Inhalt: Ein berüchtigter Kunstfälscher wurde darin lebendig begraben. Die Ermittlungen nach dem Mörder führen den Kriminalisten auf die Spur zu einem einzigartigen Samurai-Schwert, das der Tote entwenden konnte.

Auf einer Baustelle legen Arbeiter zufällig einen alten Versorgungstunnel frei. Der schmale Schacht mündet unterhalb eines abbruchreifen Altbaus in einen Gewölbekeller, von dem scheinbar niemand mehr wusste. Der steinerne Sarg in dessen Mitte zeugt jedoch von einem Verbrechen, das nur wenige Wochen zuvor begangen wurde. Eine letzte Botschaft des Toten enttarnt diesen als Kunstfälscher, dessen letzter raffinierter Clou Schumann mit den Intrigen und Machenschaften eines besessenen Kunstsammlers konfrontiert.

Der Sarg aus schwerem Granit in der Mitte des alten, vergessenen Kellers scheint wie für die Ewigkeit gebaut, die schaurige Szenerie wirkt gar wie ein Ehrengrab. Mister Origo, wie sich der Mann im Sarg nannte, musste eines qualvollen Todes sterben: Sein Mörder hatte den berüchtigten Kunstfälscher lebendig begraben. Im Todeskampf hatte dieser eine letzte blutige Botschaft hinterlassen: zwei japanische Schriftzeichen. Sie deuten auf ein Merkmal, das jeweils die Einzigartigkeit eines nach alter japanischer Tradition gefertigten Samuraischwertes belegt - ein erster Anhaltspunkt in den Ermittlungen von Schumann.
Weitere Hilfe verspricht dem Kommissar eine Spezialistin auf dem Gebiet japanischer Waffen. In einer kleinen Ausstellung in der Berliner Kunstakademie kann Lady M sogar das berühmteste aller Samuraischwerter vorzeigen. Das sogenannte Honjo Masamune ist eine Leihgabe aus der Sammlung der japanischen Kaiserfamilie - unmöglich, ein derartiges Schwert nachzubilden. Trotzdem vermutet Schumann das Unfassbare. Und tatsächlich ergeben ausführliche Untersuchungen, dass eben jenes, hinter sicherem Glas aufbewahrte Samuraischwert eine ausgesprochen perfekte Kopie des Originals darstellt.

Origo hatte das echte Samuraischwert allen Sicherheitsmassnahmen zum Trotz wohl über Monate studieren und letztlich entwenden können. Für Schumann und seine Kollegen beginnt nun ein Wettlauf mit der Zeit, denn keinesfalls darf am nächsten Tag eine Fälschung nach Japan zurückgesandt werden. Die Kommissare können rasch die Werkstatt, in der Origo seine Nachbildungen fertigte, aufspüren, doch das echte Samuraischwert lässt sich dort nicht finden. Dagegen erwartet die Ermittler im sonst menschenleeren Fabrikgebäude eine Überraschung: Eine junge Frau gibt an, die Tochter des Fälschers zu sein. Und sie kennt den Mörder ihres Vaters.

Eine Gemeinschaftsproduktion von ZDF und SRF