Auch die Romandie debattiert über den Sprachunterricht

Die Debatte ums Frühfranzösisch erhitzt die Gemüter in der Deutschschweiz. Auch in der Romandie ist der Sprachunterricht ein Thema. Jenseits des Röstigrabens geben schlechte Deutschkenntnisse von Schulabgängern zu reden. Stéphane Gabioud von RTS berichtet in der Sendung, was man dagegen tun will.

Schulkinder arbeiten am Pult, im Vordergrund ein blondes Mädchen.
Bildlegende: In zweisprachigen Klassen sollen Westschweizer Kinder besser Deutsch lernen. Colourbox

Im Kanton Thurgau wird Frühfranzösisch aus dem Lehrplan gestrichen. Gäbe es ähnliche Pläne auch in anderen Deutschschweizer Kantonen, so fürchtete man auf Bundesebene um den nationalen Zusammenhalt.

Schulabgänger können kaum Deutsch

Auch in der Westschweiz gibt es eine Sprachdebatte. Hier stellt sich nicht so sehr die Frage, ob man Deutsch oder Englisch unterrichten will, sondern: Wie soll man Deutsch unterrichten? Denn die Bilanz ist ernüchternd: Am Ende der obligatorischen Schulzeit oder sogar nach Abschluss des Gymnasiums können viele Westschweizer Schüler kaum Deutsch.

Mehr zweisprachige Klassen

Im Kanton Neuenburg zum Beispiel werden deshalb immer mehr zweisprachige Klassen eröffnet. Die Kinder beginnen bereits im Alter von vier oder fünf Jahren, Deutsch zu lernen, und werden dabei von deutschsprachigen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. So will man die Qualität des Unterrichts erhöhen.

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Stéphane Gabioud