Eugen Eigenmann: Leben im Paradies?

Schon als Kind war Eugen Eigenmann von Indien magisch angezogen. Als junger Mann reiste er erstmals dorthin. Seit 14 Jahren führt der 77-jährige Architekt nun in Auroville im Südosten des Landes ein Leben in Bescheidenheit.

Erwin Eigenmann sitzt draussen an einem Tisch.
Bildlegende: Eugen Eigenmann: «Ich lerne immer noch, dass ich mich ab gewissen Dingen nicht zu nerven brauche.» zvg

Als 6-jähriger Bub aus Burgdorf (BE) kam Eugen Eigenmann eines Tages mit kurzgeschorenen Haaren nach Hause. Vielleicht sei dies der Anfang einer lebenslangen Sinnsuche gewesen, sagt er: «Mein Vater sagte, ich sähe aus wie Gandhi. Seither liess mich das Land nicht mehr los.»

Nun lebt Eigenmann seit vierzehn Jahren in Auroville im Südosten Indiens. Es ist ein Leben in Bescheidenheit, das er führt. Ähnlich wie in einem Kibbuz sind alle Einwohner der selbsternannten Stadt gleichgestellt. Idealisten stampften die grüne Oase Ende der 1960-Jahre aus der Wüste.

«Ich lerne immer noch, dass ich mich ab gewissen Dingen nicht zu nerven brauche», sagt der 77-jährige Architekt. Aber er habe sein Glück gefunden - wenn es auch im Paradies Andersdenkende gebe.

Gespielte Musik

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Pascale Folke