Gerlinde Tautschnig restauriert italienische Kulturschätze

Wo, wenn nicht in der «ewigen Stadt» Rom, kann man besser Restauratorin werden? Das hat sich Gerlinde Tautschnig auch gesagt, damals 1989. Sie lernte das Handwerk und machte sich danach mit einer italienischen Kollegin in Rom selbständig. Mittlerweile pendelt sie zwischen Sardinien und Rom.

Gerlinde Tautsching lebt seit zehn Jahren in Cagliari.
Bildlegende: Gerlinde Tautsching lebt seit zehn Jahren in Cagliari. zvg

Die gebürtige Zürcherin ist mit einem Sarden verheiratet und lebt mit Ehemann und Sohn in Cagliari auf Sardinien. Auch auf Sardinien gibt es viel zu restaurieren: So hat sie letzthin die Wände einer Hochzeitskapelle aufgefrischt und zu ihrer Verblüffung und Freude unter der Wandmalerei aus dem 19. Jahrhundert viel ältere Malereien gefunden, die Bestattungsszenen zeigen.

Wie entscheiden? «Restauration hat manchmal auch mit Zerstörung zu tun», sagt Gerlinde Tautschnig.

Sie restauriert auch Gemälde auf Holz oder Leinwand und Steinskulpturen. Sie hat unter anderem die Gemälde der Schweizer Botschaft in Rom restauriert und Restaurationsaufträge für die Villa Borghese, eine Tourismusattraktion in Rom, ausgeführt.

Der Vatikan, der habe leider eigene Restauratoren, sagt sie. Apropos Vatikan: Im Moment sei das Leben in Italien spannend, «wir haben weder Regierung, noch Papst», sagt die 47-Jährige.

Gespielte Musik

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Regula Zehnder