«Im Herzen tragen wir zwei Kulturen» – Familie Sarid aus Israel

Das Leben von Rahel Sarid, ist ein Leben in der Oase. Vor zwölf Jahren zog es die 40-Jährige aus Reinach (BL) in einen Kibbuz südöstlich von Haifa. Mit ihrem israelischen Mann hat sie mittlerweile drei Kinder: «Bei uns feiern wir jüdische und schweizerische Feste.»

Familie Sarid sitzt auf einem grossen Felsen im Wald.
Bildlegende: «Das Familienleben ist uns sehr wichtig.» zVg

Die ehemalige Kindergärtnerin und Lehrerin verbrachte schon früher immer wieder einige Monate in einem Kibbuz. Als Rahel Sarid ihren Mann kennen lernte, entschloss sie sich, in Israel sesshaft zu werden. Seit zwölf Jahren wohnt die fünfköpfige Familie im Kibbuz «Dalia», etwa 30 Kilometer südöstlich von Haifa. Viel los sei da nicht, sagt sie: «Wenn man in ein grösseres Café möchte, dann fährt man schon 20 Minuten mit dem Auto.»

Ständige Sicherheitskontrollen

Dass der Alltag in Israel nicht immer ungefährlich ist, wusste sie von Anfang an. Aber man gewöhne sich an die Sicherheitskontrollen: «Im Einkaufszentrum wird beim Eingang automatisch die Tasche kontrolliert. Das ist normaler Alltag hier.»

Die Kibbuz-Regeln sind längst nicht mehr so streng wie früher. Doch sei die Philosophie von einer Gemeinschaft noch immer zu spüren. Die Einstellung zum Leben im Kibbuz sei aber viel moderner und offener: Ganz früher hätten die Kinder gemeinsam in einem Kinderhaus gelebt. «Man hatte kaum Privatsphäre, das wäre mir zu eng», sagt Rahel Sarid. Heute würden die Kibbuz-Bewohner in ihren eigenen Häusern und Wohnungen leben, auswärts ihr eigenes Geld verdienen und in die grösseren Städte zur Arbeit pendeln.

Gespielte Musik

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Pascale Folke