Irene Swezey in Antigua: «Wir sind gewohnt, dass die Erde bebt»

Irene Swezey lebt in der Stadt Antigua, eine von Vulkanen umgebene Kleinstadt im Süden Guatemalas. Am 3. Juni 2018 brach der Vulkan «Fuego» aus. Es war der stärkste Ausbruch seit 40 Jahren. Viele Menschen starben. Irene und ihre Familie hatten Glück. Auch ihr Haus blieb verschont.

Irene Swezey mit Sohn Sebastian und Tochter Esperanza.
Bildlegende: Irene Swezey: «Hier in Guatemala lebt man mit den Naturkatastrophen». zVg

Irene Swezey hat sich an das Leben am Fusse der Vulkane gewöhnt. Mit dem Ausbruch des Feuervulkans «Volcán de Fuego» Anfang Juni 2018 hat sie aber nicht gerechnet. Ihr Haus befindet sich nur rund 20 Kilometer von ihm entfernt.

«Ich dachte es regnet, dabei fiel Asche auf meinen Kopf»

An den Tag erinnert sich die 50-Jährige ganz genau: «Ich arbeitete im Garten, dann fing es an, schwarze, feuchte Asche und Sand zu regnen. Mein Haar und mein Gesicht waren voll davon.»

Irene Swezey kam vor 27 Jahren nach Antigua in Guatemala. Sie hat gelernt mit den Naturkatastrophen umzugehen: «Ich fühle mich hier sehr wohl, auch wenn die Erde immer wieder bebt. Ich bin fasziniert vom Land und seinen Vulkanen.» Irene Swezey führte viele Jahre ein Restaurant und einen Buchladen. Heute stellt sie handgemachtes Papier aus Gras und Baumwolle her.

Gespielte Musik

Moderation: Regula Sager, Redaktion: Pascale Folke