Das Phänomen El Nino

Zurzeit ist das Wetterphänomen El Nino wieder in aller Munde. El Nino ist eine Strömungsumkehr auf dem zentralen Pazifik, die zu markanten Wetterumstellungen an vielen Orten auf der Erde führt.

Der Juli 2015 war weltweit gesehen der heisseste Monat der jüngeren Geschichte überhaupt. Als ein Faktor wird auch das Klimaphänomen El Nino bezeichnet. Bei El Nino handelt es sich um eine Strömungsumkehrung sowohl im Wasser als auch in der Luft über dem zentralen Pazifik. Die Passatwinde werden schwach, und vor der südamerikanischen Küste bildet sich ein Tief. In der Folge kommt es dort zu Starkniederschlag, obwohl diese Gebiete sonst als sehr arid, also trocken gelten. Umgekehrt verhält es sich im Westen des Pazifiks, wo feucht-warme Regionen zu finden sind. Dort wird es plötzlich trocken, so im Norden Australiens und in Indonesien. In Phasen von El Nino steigt in der Regel immer die globale Temperatur. Noch sind nicht alle Details erforscht.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: SRF METEO