Eisheilige vom 12 bis 15 Mai

Dieses Jahr waren die Eisheiligen wirklich kühl, im Norden lagen die Nachmittagstemperaturen rund 5 bis 9 Grad unter der Norm für Mitte Mai. Trotzdem wurden die Eisheiligen ihrem Ruf nur bedingt gerecht, denn Frost und damit Eis blieb aus. Bodenfrost gab es erst am Samstag, 16. Mai.

Jeder kennt die Eisheiligen, die sogenannte kühle Witterungsphase jeweils zwischen dem 12. und 15. Mai. Blickt man aber in die Statistik ist es vom 12 bis 15. Mai in der Regel nicht kälter als sonst im Mai. Dieses Jahr war eine seltene Ausnahme, war es doch am Nachmittag 5 bis 9 Grad kälter als an einem durchschnittlichen Nachmittag im Mai. Die Eisheiligen haben aber ihren Namen primär wegen den gefürchteten Nachtfrösten im Mai und die fanden auch 2020 nicht statt. Bodenfrost gab es erst am Samstag, 16. Mai. Allerdings ist auch Frost während den Eisheiligen eher die Ausnahme als die Regel. Seit 1990 gab es am Flughafen Zürich nur 5 Mal Bodenfrost während den Eisheiligen und nur 1995 reichte es für Luftfrost, also Minustemperaturen auf 2 Meter über Boden.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Regi Sager, Redaktion: SRF METEO