Phänomen Kaltlufttropfen

Ein Kaltlufttropfen ist ein abgeschlossenes Kaltluftgebiet in der mittleren und oberen Troposphäre, also in einem Höhenbereich zwischen rund 3'000 und 10'000 Metern.

Kaltlufttropfen brechen aus der sogenannten Polarzelle aus, indem sie den Jet-Stream durchstossen. Danach bewegen sie sich autonom in der Zelle der mittleren Breite, wo in der Höhe meist deutlich wärmere Luft liegt. Diese Kaltlufttropfen haben keine Anbindung an organisierte Systeme und ziehen entsprechend wild umher. Im Winter sind auf der Vorderseite eines solchen Kaltlufttropfens oft grössere sonnige Abschnitte zu finden. Auf der Rückseite ist es dagegen meist grau und feucht. Im Sommer führen Kaltlufttropfen meist zu unbeständigem Schauerwetter.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Mike La Marr, Redaktion: SRF METEO