UN-Klimakonferenz in Paris

Am 12. Dezember ging in Paris die UN-Klimakonferenz zu Ende. In einem Abkommen wurde Einigkeit erzielt, dass Massnahmen getroffen werden sollen, welche zu einem maximalen Anstieg der globalen Temperatur von 2 Grad bis Ende des Jahrhunderts führen.

Das neue Klimaabkommen, das am 12. Dezember in Paris von 195 Staaten unterzeichnet wurde, wird in politischen Kreisen als grosser Erfolg gefeiert. NGOs und Umweltwissenschaftler betrachten die Ergebnisse bedeutend nüchterner. In zu guter Erinnernung sind die Erfahrungen mit dem Kyoto-Protokoll. Damals legte sich Kanada fest, den CO2-Aussstoss bis 2012 um 6 Prozent zu reduzieren im Vergleich zum Stand von 1990. In der Tat nahm aber der CO2-Ausstoss bis Ende 2011 um 35 Prozent zu. Im Dezember 2011 kündigte Kanada das Kyoto-Protokoll um Strafzahlungen in der Höhe von rund 10 Mia. Euro zu entgehen. Die USA traten dem Kyoto-Protokoll schon gar nie bei. Beim Paris-Abkommen sind Strafzahlung schon gar nicht vorgesehen, und es gibt auch keine bindenden Ziele bei der Reduktion des CO2-Ausstosses. Realistisch betrachtet sind dies keine guten Vorzeichen, das Klimaziel, eine Erwärmung von weniger als 2 Grad bis Ende des Jahrhunderts, tatsächlich zu erreichen.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Marietta Tomaschett, Redaktion: SRF METEO