Sendungsporträt

Die sechs wilden Söhne des Bauhandlangers Kummer vergessen für einmal ihre Lausbubenstreiche und kämpfen mit vereinten Kräften für den Erhalt ihres einfachen Häuschens. SRF 1 zeigt erstmals die in HD restaurierte Fassung der 13-teiligen Fernsehserie von Franz Schnyder von 1968.

Sechs Buben sitzen im Gras. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die 6 Kummerbuben. webcreativ

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Sendeplatz

Ab 12. Februar 2015 jeweils donnerstags um 16:00 Uhr auf SRF 1

Der Taglöhner Gottfried Kummer (Franz Matter) und seine Frau Sophie (Linda Geiser) wohnen in einem baufälligen Häuschen ohne Strom und ohne fliessendes Wasser. Ihr ganzer Stolz sind ihre sechs Buben: Hermann (Urs Hofmann), der meist Mändel gerufen wird, Hänsel (Jürg Dreier), Fritzli (Beat Schenk), Fredy (Heinz Hiltbrunner), Peterli (Uli Hager) und Päuli (Urs Welsch).

Der ruhige und bescheidene Alltag der Familie wird gestört, als der Garagist und Gemeindepräsident Hannes Lüthi (Peter Markus) auftaucht und 350 Franken Zinsen auf einen Schuldbrief einfordert. Ende Monat will er das Geld bar auf dem Tisch sehen oder die Schuld aufkündigen. Dann müssten die Kummers ihr geliebtes Heimetli verkaufen, oder einen der Söhne als Verdingbub weggeben. Also versuchen sie mit allen Mitteln, die für sie riesige Summe aufzutreiben. Die Buben helfen eifrig mit, und auch der alte Benz, ihr Untermieter (Ruedi Walter), steuert im Geheimen etwas bei. Allerdings darf seine strenge und geizige Gattin Bäbi (Margrit Rainer) nichts davon merken. Gottfrieds Bittgang zum Halbbruder in Bern bringt neue Sorgen, und als gar ein reicher Fremder auftaucht, der das schäbige Häuschen als Feriendomizil kaufen will, wird die Lage bitter ernst.

Regisseur und Produzent Franz Schnyder wollte mit der aufwändigen Verfilmung des Romans «Die 6 Kummerbuben» an den Erfolg seiner legendären Gotthelf-Filme anschliessen. Die Erzählung der Berner Schriftstellerin Elisabeth Müller (1885-1977) war bereits 1942 veröffentlicht worden und gehörte zu den Klassikern der Schweizer Jugendliteratur. Um seinen Kinofilm finanzieren zu können, wandte sich Schnyder 1967 an das noch junge Schweizer Fernsehen. Daraus entstand eine für damalige Verhältnisse aussergewöhnliche Zusammenarbeit. «Die 6 Kummerbuben» war die erste vom Schweizer Fernsehen produzierte Serie und somit ein Teil der Fernsehgeschichte.