Hector Berlioz: Harold en Italie

Bratschenkonzerte gibt es nicht gerade wie Sand am Meer. Aber immerhin hat Hector Berlioz eines für den grossen Niccolò Paganini geschrieben. Allerdings ist das Konzert mit dem Titel «Harold en Italie» eher eine Sinfonie mit solistischer Bratsche als ein virtuoses Showcase für einen Star.

Hector Berlioz (1803-1863)
Bildlegende: Hector Berlioz (1803-1863) Wikimedia

So lehnte Paganini schliesslich ab, weil das Stück «viel zu lange Pause» habe, und bis heute ist das eigenartige Werk über die Wanderung eines jungen Mannes in den Abruzzen bis heute eine Besonderheit geblieben. Seinen Reiz hat es dennoch dank der melancholisch schönen Bratsche und der klanglichen Raffinesse im Orchester.

Fünf Aufnahmen des «Harold» diskutieren die Bratschistin Anna Spina und der Musikwissenschaftler Anselm Gerhard mit Gastgeberin Lislot Frei.

(Wiederholung vom 11.06.12)

Autor/in: Lislot Frei