Louis Spohr Nonett F-Dur, op.31

Der Wiener Tuchfabrikant Johann Tost war  ein leidenschaftlicher Geiger. In jungen Jahren hatte er in Joseph Haydns Orchester in Esterhaza mitgewirkt, und Haydn widmete ihm denn auch sechs seiner Streichquartette. Auch Louis Spohr schrieb später auf Anregung von Tost verschiedene Werke, u.a.

sein Nonett in F-Dur.

Tost hatte ein Werk für Bläserquartett und Streichquartett bestellt, das den individuellen Charakter jedes einzelnen Instruments betonen sollte. In seiner Anlage und seinen Dimensionen ist Spohrs Nonett fast eine Sinfonie geworden.

Beethoven urteilte über Spohrs Musik: zu dissonanzenreich! Aber das Nonett wurde ein durchschlagender Erfolg und wird auch heute immer wieder gerne auf CD eingespielt.

In der Diskothek im Zwei stehen fünf verschiedene Aufnahmen von Spohrs Nonett zur Diskussion.

Autor/in: Eva Oertle