Orpheus in den Opern des Barocks

Ist es Zufall, dass die ersten Barockopern um den göttlichen Sänger Orpheus kreisen? Wohl eher nicht, denn in diesem antiken Mythos geht es immer wieder um die Macht der Musik. So konnte der Sänger mit seinem Gesang angeblich Tiere und Steine zum Weinen bringen.

Orpheus spielt Geige.
Bildlegende: Diese Figur taucht immer wieder in barocken Opern auf: Orpheus. Wikimedia / Fine Arts in Hungary

Als seine geliebte Eurydike an einem Schlangenbiss stirbt, steigt er in die Unterwelt hinab, wo er die Götter singend zu ihrer Rückgabe bewegen kann. Und als die Mänaden ihn in Stücke reissen, singt sein abgetrennter Kopf noch lange weiter ...

Also wohl kein Zufall, dieser Anfang der damals neuen Gattung Oper mit dem Sänger Orpheus. Und wohl kein Zufall, dass er auch später immer wieder in der barocken Oper auftaucht - und immer wieder anders. In der Spezialausgabe der Diskothek geht es sowohl um die verschiedenen Vertonungen des Orpheusmythos wie auch um ihre verschiedenen und unterschiedlichsten Interpretationen.

Gäste in der Sendung von Roland Wächter sind die Barockkennerin Silke Leopold und der Musikjournalist Thomas Meyer.

Erstausstrahlung: 27.10.14

Redaktion: Roland Wächter